06 June 2026, 18:09

NRW schafft Zonentarif ab – doch die ÖPNV-Preise steigen um 4,9 Prozent

Millionen von Pendlern: Öffentliche Verkehrsmittelgebühr im Bundesland gestrichen

NRW schafft Zonentarif ab – doch die ÖPNV-Preise steigen um 4,9 Prozent

Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, reformiert sein ÖPNV-System. Ab Januar 2026 steigen die Ticketpreise im Durchschnitt um 4,9 Prozent, während das komplizierte Zonentarifsystem in den Großstädten schrittweise abgeschafft wird. Diese Anpassungen folgen auf die erfolgreiche Einführung des Land-Tickets, eines günstigen Nahverkehrs-Pauschtarifs, der im Mai 2023 eingeführt wurde.

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Das Land-Ticket wurde am 1. Mai 2023 flächendeckend im Land eingeführt und ermöglicht Fahrgästen für nur 58 Euro im Monat unbegrenzte Fahrten in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Nordrhein-Westfalens – und sogar bundesweit. Seit der Einführung hat sich der Tarif breit durchgesetzt; nur noch etwa ein Prozent der Nutzer greift auf das alte Zwei-Waben-System zurück.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) plant nun, dieses Zwei-Waben-Modell bis 2026 vollständig abzuschaffen. Dadurch soll das Tarifsystem vereinfacht und durch einen einheitlichen Stadtgebietstarif ersetzt werden. Die Umstellung geht jedoch mit einer Preiserhöhung einher, die mit steigenden Kosten für Personal, Energie und Investitionen in umweltfreundliche Verkehrstechnologien begründet wird.

Der öffentliche Nahverkehr bleibt für den täglichen Verkehr in der Region unverzichtbar. Die Änderungen zielen darauf ab, Bezahlbarkeit und nachhaltige Finanzierung in Einklang zu bringen, während das Netz weiter ausgebaut wird.

Mit den anstehenden Tarifanpassungen entfällt das Zwei-Waben-System zugunsten eines vereinfachten, stadtweiten Tarifs. Gleichzeitig spiegelt die Preiserhöhung von 4,9 Prozent die wachsenden Betriebsausgaben wider. Das Land-Ticket bleibt jedoch ein zentraler Baustein der Landesstrategie, um den ÖPNV für Millionen Fahrgäste erschwinglich zu halten.

Quelle