NRW setzt Maßstäbe: Immer mehr Frauen führen Hochschulen und Professuren an
Klothilde BergerImmer mehr Frauen führen Universitäten in NRW - NRW setzt Maßstäbe: Immer mehr Frauen führen Hochschulen und Professuren an
Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnet einen stetigen Anstieg von Frauen in Führungspositionen an Hochschulen und Professuren. In den vergangenen zehn Jahren ist der Anteil weiblicher Hochschulleitungen im Land auf 41,7 Prozent gestiegen – deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig wuchs auch der Frauenanteil unter den Professorinnen, wenn auch mit deutlichen Unterschieden zwischen den Fachbereichen.
Noch 2013 stellten Frauen nur 18,9 Prozent der Hochschulleitungen in NRW. Heute liegt dieser Wert bei 41,7 Prozent, während der Bundesdurchschnitt bei 35,1 Prozent liegt. Mittlerweile werden 15 Hochschulen im Land von Frauen geleitet – ein Zeichen für einen breiteren Wandel in der akademischen Führungskultur.
Auch der Anteil der Professorinnen in NRW ist gestiegen: von 21,8 Prozent im Jahr 2013 auf 29,6 Prozent 2023. Doch die Vertretung variiert stark je nach Disziplin. In den Erziehungswissenschaften (58,8 Prozent) und den Sozialwissenschaften (57,1 Prozent) stellen Frauen die Mehrheit der Professuren, und auch in den Geisteswissenschaften sind sie mit 46,3 Prozent stark vertreten. Im Ingenieurwesen – dem größten akademischen Fachbereich in NRW – sind jedoch nur 17,7 Prozent der Professoren Frauen. Auch in den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (25,6 bzw. 27,2 Prozent) bleibt der Frauenanteil deutlich niedriger.
Die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Ina Brandes betonte die Bedeutung, die Leistungen von Forscherinnen anzuerkennen und zu fördern. Sie unterstrich, dass deren Expertise entscheidend sei, um akademischen und wissenschaftlichen Fortschritt voranzutreiben.
Die Daten zeigen zwar deutliche Fortschritte bei der Geschlechterrepräsentanz unter Hochschulleitungen und Professorinnen in NRW. Dennoch bestehen weiterhin Ungleichheiten – insbesondere im Ingenieurwesen und anderen traditionell männlich dominierten Fächern. Die aktuellen Zahlen des Landes liegen zwar über dem Bundesdurchschnitt, doch der Wandel verläuft ungleichmäßig.






