22 March 2026, 18:11

NRW verschärft Regeln: Schulen erhalten mehr Macht gegen Gewalt und Störungen

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer, mit Büchern und Stiften auf den Tischen vor ihnen und Papieren an der Wand hinter ihnen.

NRW verschärft Regeln: Schulen erhalten mehr Macht gegen Gewalt und Störungen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will schärfere Maßnahmen gegen Gewalt und Störungen an Schulen einführen. Ein neuer Gesetzentwurf soll Lehrkräften und Schulleitungen erweiterte Befugnisse geben, um bei Vorfällen schneller eingreifen zu können. Der Schritt folgt wachsenden Sicherheitsbedenken, da viele Schulen in den vergangenen Jahren vermehrt körperliche Angriffe und Bedrohungen melden.

Nach dem geplanten Gesetz erhalten Schulen mehr rechtliche Handhabe, um gewalttätiges Verhalten und schwere Störungen zu ahnden. Lehrkräfte und Schulleitungen dürfen Schülerinnen und Schüler im Rahmen "pädagogischer Maßnahmen" für bis zu zwei Tage vom Unterricht ausschließen. Bei schwerwiegenderen Fällen sind Verbote für bestimmte Fächer, Schulveranstaltungen oder den gesamten Unterricht von bis zu vier Wochen möglich.

Die Reformen kommen, nachdem Umfragen ergaben, dass 73 Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter im Land in den letzten fünf Jahren mit Gewalt gegen Lehrkräfte konfrontiert waren. Körperliche Angriffe sind ebenfalls ein wachsendes Problem: 43 Prozent der Schulen verzeichneten solche Vorfälle – deutlich mehr als der Bundesschnitt von 35 Prozent. Das Bildungsministerium will mit klareren Richtlinien und mehr Flexibilität bei der Konfliktbewältigung gegensteuern.

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Schulleitungen erhalten künftig die Möglichkeit, sofort zu handeln, wenn eine Schülerin oder ein Schüler eine ernsthafte Gefahr darstellt oder den Schulbetrieb stört. Zwar müssen alle Schulen nach Landesvorgaben Schutzkonzepte entwickeln, doch betont das Ministerium, dass jede Krise individuelle Lösungen erfordert. Fortbildungen für das Personal und die Verankerung der Maßnahmen in den Schulordnungen bleiben entscheidend für eine wirksame Umsetzung.

Das neue Gesetz soll die Sicherheit an Schulen erhöhen, indem es Pädagoginnen und Pädagogen stärkere Instrumente an die Hand gibt, um Störungen und Gewalt zu bekämpfen. Mit strengeren disziplinarischen Optionen und klareren Eingriffsregeln hofft die Landesregierung, ein sicheres Umfeld für Schüler wie Lehrkräfte zu schaffen. Die Reformen gelten flächendeckend in Nordrhein-Westfalen, sobald das Gesetz verabschiedet ist.

Quelle