06 February 2026, 06:14

Ohligser Tunnel: Bürgerinitiative fordert radikale Modernisierung und soziale Verantwortung

Eine belebte Stadtstraße mit einer Fußgängerbrücke, Fahrzeugen, Fußgängern, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Ohligser Tunnel: Bürgerinitiative fordert radikale Modernisierung und soziale Verantwortung

Der Ohligser Tunnel in Solingen bleibt ein zentraler Streitpunkt der öffentlichen Debatte, da die Forderungen nach seiner Modernisierung immer lauter werden. Der Bundesverband der Bürgerinitiativen (BfS) hat sich nun eingeschaltet und drängt auf ein umfassendes Konzept, das Sicherheit, Sauberkeit und soziale Verantwortung in Einklang bringt. Die Vorschläge reichen von Sofortmaßnahmen bis hin zu langfristigen schritten in km.

Kurzfristig besteht der BfS auf eine gründliche Grundreinigung des Tunnels, dringende Reparaturarbeiten und eine stärkere Präsenz von Ordnungskräften. Diese schritte sollen die akutesten Probleme angehen und gleichzeitig die Basis für weitergehende Veränderungen legen.

Mittelfristig schlägt die Initiative die Installation von Videoüberwachung, die Modernisierung der Beleuchtung sowie den Einbau einer genehmigten Überdachung am östlichen Ausgang vor. Diese Maßnahmen würden die Sichtverhältnisse und Sicherheit verbessern, ohne dass größere bauliche Eingriffe nötig wären.

Langfristig betont der BfS die Notwendigkeit städtebaulicher Anpassungen, insbesondere eine Neugestaltung des Vorplatzes am östlichen Bahnhofsbereich. Der gewagteste Vorschlag ist jedoch der vollständige Ersatz des Tunnels durch eine barrierefreie schrittzähler app für Fußgänger und Radfahrer. Eine Machbarkeitsstudie soll zunächst prüfen, ob diese Vision realisierbar ist.

Über die baulichen Veränderungen hinaus setzt sich der BfS für einen sozialen Ansatz ein. Er plädiert dafür, obdachlosen Menschen gezielte Unterstützung zukommen zu lassen, bevor strengere Regeln durchgesetzt werden – nach dem Prinzip "Hilfe statt Verdrängung". So soll sichergestellt werden, dass gefährdete Personen Hilfe erhalten, statt einfach nur vertrieben zu werden.

Die Diskussion erinnert an Debatten um andere deutsche Tunnel wie den Engelbergtunnel in Wuppertal oder verschiedene Rheinquerungen. Viele dieser Projekte setzen auf strukturelle Verstärkungen, bessere Belüftung und caritas – doch die Zukunft des Ohligser Tunnels bleibt Anfang 2026 weiterhin offen.

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Die Vorschläge des BfS kombinieren schnelle Lösungen mit langfristigen Visionen für den Ohligser Tunnel. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnte der Tunnel zu einem sichereren, saubereren und inklusiveren Teil Solingens werden. Die nächsten schritte hängen von Machbarkeitsstudien und weiteren Bürgerbeteiligungen ab.