26 January 2026, 14:34

Ott plant radikale Schulreform in NRW: Nur noch Gymnasium oder Gesamtschule

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Ott will das NRW-Schulsystem radikal umkrempeln - Ott plant radikale Schulreform in NRW: Nur noch Gymnasium oder Gesamtschule

Jochen Ott, Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen, hat eine grundlegende Reform des Schulsystems im Land vorgeschlagen. Sein Plan sieht vor, die bisherige Vielfalt der weiterführenden Schulen nach der Grundschule auf nur noch zwei Optionen zu reduzieren: das Gymnasium und die Gesamtschule. Zu den Reformen gehört auch ein strikteres Handynutzungsverbot in den Klassenräumen.

Nach Otts Vorstellungen könnten Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule zwischen einem Gymnasium und einer Gesamtschule wählen. Dieses zweigliedrige Modell würde das bestehende System ersetzen, das Hauptschulen, Realschulen, Sekundarschulen, Berufskollegs sowie verschiedene Modellversuche umfasst. Ziel ist es, die Übergänge zwischen den Schulformen zu vereinfachen und die Zahl der Jugendlichen ohne ausreichenden Abschluss zu verringern.

Für die derzeitigen Schüler würde sich durch die Reform nichts ändern – sie könnten ihren gewählten Bildungsweg fortsetzen. Ott plant zudem, im Rahmen der Änderungen die Zukunft des Primus-Programms zu überprüfen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einführung 'handyfreier Vormittage' an Schulen, falls die SPD die Wahl gewinnt. In seinem vom SPD-Landesvorstand gebilligten Positionspapier warnt Ott vor einer 'Abstufung' von Schülerinnen und Schülern in niedrigere Schulformen. Anders als in früheren Ansätzen würde eine SPD-geführte Landesregierung die Verantwortung für die Reformen selbst übernehmen und nicht an die Kommunen delegieren.

Die geplanten Änderungen würden eine deutliche Wende im NRW-Bildungssystem bedeuten. Sollten sie umgesetzt werden, würden sie das Schulsystem straffen, die Auswahlmöglichkeiten vereinfachen und die Handynutzung stärker reglementieren. Die SPD will mit ihrem Konzept zudem langjährige Probleme bei den Schülerabschlüssen und den Schulübergängen angehen.

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