Pendlerpauschale steigt 2025: 38 Cent pro Kilometer für alle Berufspendler
Klothilde BergerPendlerpauschale steigt 2025: 38 Cent pro Kilometer für alle Berufspendler
Der Bundestag hat eine Erhöhung der Pendlerpauschale beschlossen und den Satz auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten gefahrenen Kilometer vereinfacht. Die Änderung tritt zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft und gilt für alle, die berufsbedingte Fahrten in ihrer Steuererklärung geltend machen. Unterdessen hat bereits eine politische Debatte über die Gerechtigkeit und die ökologischen Auswirkungen der Maßnahme begonnen.
Nach dem neuen System steigt die Pauschale von bisher 30 Cent auf 38 Cent pro Kilometer für jede Fahrt zur Arbeitsstätte. Die prozentual größten Vorteile haben dabei Pendler mit kurzen Arbeitswegen, die im Vergleich zur alten Regelung bis zu 352 Euro mehr pro Jahr sparen können. Anspruchsberechtigt ist jeder, der mindestens einen Kilometer zu seinem Hauptarbeitsplatz zurücklegt.
Die maximale jährliche Pauschale bleibt bei 4.500 Euro für Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad nutzen oder zu Fuß gehen. Autofahrer hingegen unterliegen keiner Obergrenze. Kritiker, darunter die Grünen und die Linke, werfen der Regierung vor, die Reform begünstige vor allem Besserverdiener und fördere den klimaschädlichen Autoverkehr. Sie schlagen stattdessen eine Anhebung des steuerfreien Grundfreibetrags vor. Die AfD hatte sich sogar für einen noch höheren Satz von 50 Cent pro Kilometer eingesetzt. Das aktuelle System kostet den Staat bereits 5,5 Milliarden Euro jährlich – durch die neue Pauschale werden sich diese Ausgaben voraussichtlich weiter erhöhen.
Die angepasste Pendlerpauschale gilt ab Januar und bietet Millionen Arbeitnehmern höhere Steuerabzüge. Die Reform stößt jedoch auf Kritik wegen ihrer finanziellen und ökologischen Folgen. Steuerzahler, die berufsbedingte Fahrtkosten geltend machen, werden die Änderungen in ihrer nächsten Steuererklärung sehen.






