PETA fordert Stopp der Jagd: Warum Millionen Wildtiere jährlich sterben müssen
Klothilde BergerPETA fordert Stopp der Jagd: Warum Millionen Wildtiere jährlich sterben müssen
Jedes Jahr werden in Deutschland über fünf Millionen Wildtiere von Hobbyjägern erschossen. Weitere 200.000 Katzen fallen dieser Praxis jährlich zum Opfer. Nun fordert die Tierrechtsorganisation PETA ein Ende von Jagd und Angeln – Aktivitäten, die sie als unnötig und unethisch brandmarkt und die nach ihrer Ansicht weitverbreitetes Leid verursachen.
In ihrer Kampagne macht PETA auf das Ausmaß der Schäden durch die Freizeitjagd aufmerksam. Jahr für Jahr töten Jäger Millionen Wildtiere, zerstören dabei natürliche Sozialstrukturen und fördern paradoxerweise sogar die Fortpflanzungsraten der überlebenden Populationen. Die Organisation betont, dass die Natur die Tierbestände bereits auf natürliche Weise reguliert – durch Wetter, Krankheiten und Nahrungsangebot. Menschliche Eingriffe seien daher überflüssig.
Auch das Angeln gerät wegen seiner Grausamkeit in die Kritik. Millionen Fische leiden jährlich unter schmerzhaften Hakenverletzungen und ersticken langsam. PETA weist darauf hin, dass Fische fühlende Wesen sind, die zu komplexem Sozialverhalten fähig sind – etwa zur Selbsterkennung im Spiegel oder zur Bildung von Freundschaften. Diese Erkenntnisse, gestützt durch internationale Studien, widerlegen die Annahme, Fische könnten keinen Schmerz empfinden.
Peter Höffken, Sprecher von PETA, argumentiert, dass weder Jagd noch Angeln ökologisch oder ethisch zu rechtfertigen seien. Die Organisation ruft Menschen, die Tiere respektieren, dazu auf, sich nicht an solchen Aktivitäten zu beteiligen oder sie zu unterstützen. Zwar gibt es in einigen Bundesländern Vorschriften zu bestimmten Jagdmethoden, doch fehlen klare Daten darüber, wie viele Regionen explizit Praktiken wie das Anschlagen einschränken – eine Methode, bei der Jäger zusammenkommen, um gezielt große Mengen Tiere auf einmal zu erlegen.
PETA fordert ein generelles Verbot von Freizeitjagd und -angeln in ganz Deutschland. Die Organisation besteht darauf, dass diese Aktivitäten unnötiges Leid über Tiere bringen – von Säugetieren bis hin zu Fischen. Angesichts wissenschaftlicher Belege für die emotionalen und sozialen Fähigkeiten von Wildtieren gewinnt die Debatte über ihren ethischen Umgang zunehmend an Fahrt.






