ProSieben holt mit KI verstorbene Stars wie Amy Winehouse auf die Bühne
Klothilde BergerProSieben holt mit KI verstorbene Stars wie Amy Winehouse auf die Bühne
Umstrittene neue TV-Show: ProSieben bringt im April verstorbene Musiklegenden per KI auf die Bühne
Nächsten Monat startet bei ProSieben eine kontroverse neue Sendung, die Live-Auftritte mit KI-generierten Versionen verstorbener Musikstars verbindet. In Staying Alive – Stars singen mit Legenden treten deutsche Künstler im Duett mit digital wiederbelebten Ikonen wie Elvis Presley, Whitney Houston und Amy Winehouse auf. Die Show kommt zu einer Zeit, in der der Sender mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft und nach einem Quotenschub sucht.
Die Premiere ist für den 25. April geplant, eine Woche später folgt die zweite Folge. Während echte Sänger live auf der Bühne stehen, werden die KI-erzeugten Gesichter der verstorbenen Stars für die Zuschauer zu Hause auf Bildschirmen eingeblendet. Die Produktionsfirma Endemol Shine setzte für die Stimmen Imitatoren ein und nutzte KI, um die Gesangsaufnahmen an die Originale anzupassen.
Ein Höhepunkt der Show wird der Auftritt des deutschen Popstars Sasha mit einer digitalen Amy Winehouse sein. Das Konzept sorgt bereits für Kritik, da die Erben der verstorbenen Künstler nicht um Erlaubnis gefragt wurden. Experten warnen, dass die Nutzung ihrer Abbilder ohne Zustimmung ethische Fragen aufwirft.
Die Sendung ist Teil der Sparstrategie der ProSiebenSat.1-Gruppe. 2021 strich das Unternehmen über 400 Festanstellungen angesichts sinkender Einnahmen. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass das aufwendige Spezial neue Zuschauer anlockt und die finanzielle Lage des Senders verbessert.
Das zweiteilige Format wird zeigen, wie das Publikum auf KI-generierte Auftritte verstorbener Musiker reagiert. Bei Erfolg könnte es Schule machen – doch der Verzicht auf die Zustimmung der Erben birgt rechtliche und PR-Risiken für den Sender.






