24 January 2026, 14:03

Protest gegen Atommülltransporte: Aktivisten ziehen über A2-Brücken in Bottrop

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält Schilder und Fahnen und demonstriert gegen Atomkraft in Deutschland, mit Fahrzeugen, Gebäuden, Laternenpfählen, Bäumen und einem Bogen im Hintergrund.

Protest gegen Atommülltransporte: Aktivisten ziehen über A2-Brücken in Bottrop

Am 1. Oktober 2023 findet in Bottrop eine Demonstration gegen geplante Transporte von radioaktivem Abfall statt. Rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten haben sich angemeldet, um ab 11:00 Uhr durch Wohngebiete zu ziehen – Startpunkt ist in der Nähe der Autobahn A2. Ihre Protestaktion richtet sich gegen den Transport hochradioaktiver Atomabfälle durch Nordrhein-Westfalen.

Die von Umweltgruppen organisierten Demonstranten lehnen die von der Regierung genehmigten 152 Lkw-Transporte mit Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus ab. Bisher wurden jedoch noch keine offiziellen Termine für die Transporte bekannt gegeben. Ihr Motto "Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn" spiegelt die Sorgen über mögliche Sicherheitsrisiken während der Fahrten wider.

Ursprünglich hatte die Polizei den Protestzug das Überqueren von Brücken über die A2 aus Sicherheitsgründen untersagt. Ein Gericht hob dieses Verbot jedoch später auf. Die Veranstalter planen nun, die Brücken zu überqueren, zeigen sich aber besorgt über den Zustand der maroden Infrastruktur und nahegelegene Baustellen. Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) hat zudem Klage gegen die Transportgenehmigungen eingereicht. Gleichzeitig hat ein anonymer Kläger Verfassungsbeschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingereicht, dessen Identität jedoch nicht öffentlich ist.

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Die Demonstration wird nun entlang einer geänderten Route stattfinden, die auch die Brücken über die A2 einschließt. Die Aktivisten fordern weiterhin einen Stopp der Atommülltransporte und argumentieren, dass die Risiken für die öffentliche Sicherheit und die Infrastruktur zu groß seien. Die rechtlichen Auseinandersetzungen gegen die Transporte dauern derweil an.