"Radikale Freundlichkeit": Wie Dankbarkeit den Alltagsfrust in Österreich verwandelt
Hellmuth Ortmann"Radikale Freundlichkeit": Wie Dankbarkeit den Alltagsfrust in Österreich verwandelt
Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ untersucht, wie kleine Gesten der Verbundenheit alltägliche Frustrationen verwandeln können. Statt mit Verärgerung zu reagieren, schlägt es vor, Ärgernisse mit Geduld und Dankbarkeit zu begegnen.
Die Autorin hebt hervor, wie Österreicher langsame Fahrer auf der linken Spur der Südautobahn seltsam belebend finden. In Österreich werde das Fluchen gar als eine Art Kraftquelle beschrieben – vergleichbar mit Yoga.
Österreicher verfügen zudem über einen reichen Schatz an Schimpfwörtern: Über 50 Bezeichnungen für „Idiot“ gibt es, darunter Dodel, Wappler, Vollkoffer, Gfrast, Häusl oder Nudelaug. Die Autorin jedoch will auf diese Ausdrücke verzichten. Stattdessen nennt sie sich selbst eine „kognitive Minimalistin“ und bedankt sich für kleine Unannehmlichkeiten, anstatt wütend zu reagieren.
Das Buch plädiert für einen Perspektivwechsel: Frust soll durch Wertschätzung ersetzt werden. Indem man bewusster und freundlicher antwortet, will die Autorin den Alltag positiver gestalten – eine Haltung, die auch den Umgang mit kleinen, aber wiederkehrenden Ärgernissen verändern könnte.






