Rassistischer Überfall an Bahnstation Soest: Täter flüchtig und kehrt zurück
Hellmuth OrtmannRassistischer Überfall an Bahnstation Soest: Täter flüchtig und kehrt zurück
Rassistischer Angriff auf 23-Jährigen mit guineischen Wurzeln an der Bahnstation Soest
Am Sonntagmittag (21. Dezember) wurde ein 23-jähriger Mann mit guineischer Herkunft an der Bahnstation Soest rassistisch beschimpft und brutal angegriffen. Der bislang unbekannte Täter flüchtete zunächst vom Tatort, kehrte jedoch kurz darauf zurück, um eine Zeugin zu belästigen. Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Hinweise, die zur Ergreifung des Verdächtigen beitragen könnten.
Die Attacke ereignete sich gegen Mittag auf dem Vorplatz der Bahnstation. Der Täter, der auf einem E-Scooter unterwegs war, näherte sich dem Opfer ohne Vorwarnung. Er begann, rassistische Beleidigungen zu schreien, stieß den Mann zu Boden und spuckte ihn an. Anschließend schlug er ihm ins Gesicht und trat ihm gegen den Kopf.
Nach der Tat flüchtete der Angreifer zunächst. Kurze Zeit später kehrte er jedoch zurück und beschimpfte eine Zeugin, die den Vorfall beobachtet hatte. Augenzeugen berichteten, der Täter sei während des Zwischenfalls als 'Julian' angesprochen worden.
Der Gesuchte wird als etwa 30 Jahre alt und europäisch aussehend beschrieben. Er trug dunkle Hosen, eine dunkle Jacke mit weißen Reflektorstreifen auf der Brust sowie dunkle Schuhe. Zeugen zufolge sprach er akzentfreies Deutsch.
In den vergangenen fünf Jahren (2021–2026) hat die Polizei Soest wiederholt rassistisch motivierte Gewalt und körperliche Angriffe in der Region untersucht. Nach ähnlichen Vorfällen – etwa Übergriffen in Soest 2022 und in der Nähe von Lippstadt 2024 – verstärkte die Behörde die Streifenpräsenz, führte Schulungen zu Hasskriminalität durch und arbeitete mit lokalen Antirassismus-Initiativen zusammen, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und weitere Taten zu verhindern.
Der Täter ist weiterhin auf freiem Fuß. Die Ermittler bitten dringend um Mithilfe: Wer sachdienliche Hinweise geben kann, soll sich umgehend bei der Polizei melden. Das Opfer erlitt sichtbare Verletzungen; die Behörden stufen den Vorfall als rassistisch motivierten Angriff ein. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – unter anderem werden Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen ausgewertet.






