Ratsfrauen fordern besseren Schutz für Frauen vor Gewalt im Kreis Unna
Hellmuth OrtmannRatsfrauen fordern besseren Schutz für Frauen vor Gewalt im Kreis Unna
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich zum Netzwerktreffen der Ratsfrauen bei drückender Sommerhitze. Im Mittelpunkt der überparteilichen Gespräche standen aktuelle kommunalpolitische Themen – insbesondere Gewalt gegen Frauen und die Unterstützung gefährdeter Gruppen.
Die Teilnehmerinnen analysierten bestehende Hilfsangebote im Kreis Unna und in Lünen. Dabei wurden vor allem Lücken in der Versorgung aufgedeckt, insbesondere für Betroffene sexualisierter Gewalt. Die Frauen betonten den Bedarf an leicht zugänglichen, niedrigschwelligen Angeboten und regten die Einführung einer anonymen Spurensicherung für Opfer im Kreis Unna an.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Istanbul-Konvention und Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Besonders berücksichtigt wurden obdachlose Frauen, deren Bedürfnisse sich deutlich von denen obdachloser Männer unterscheiden. Hier wurden maßgeschneiderte Hilfsprogramme als dringend notwendig eingestuft.
Um die festgestellten Defizite zu beheben, schlug die Gruppe die Einrichtung einer Koordinierungsstelle auf Kreisebene vor. Diese soll die Hilfsangebote verbessern und eine flächendeckendere Versorgung sicherstellen.
Die Gespräche boten eine Plattform für parteiübergreifende Lösungsansätze. Zu den zentralen Ergebnissen zählen Pläne zur besseren Unterstützung von Betroffenen sexualisierter Gewalt sowie Maßnahmen, die auf die spezifischen Herausforderungen obdachloser Frauen eingehen. Die geplante Koordinierungsstelle könnte helfen, diese Vorhaben im Kreis effizienter umzusetzen.
