Reaktivierte Bahnstrecke im Münsterland könnte früher als geplant kommen
Anto SchülerReaktivierte Bahnstrecke im Münsterland könnte früher als geplant kommen
Die Pläne zur Reaktivierung einer stillgelegten Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen erhalten neuen Auftrieb. Verkehrsplaner stufen die Strecke zwischen Bocholt, Borken, Coesfeld und Münster mittlerweile als wirtschaftlich tragfähig ein. Sollte das Projekt genehmigt werden, könnte die Region schon früher als erwartet von schnelleren und dichteren Zugverbindungen profitieren.
Frühere Untersuchungen waren von etwa 7.000 Fahrgästen täglich auf der reaktivierten Strecke ausgegangen. Befürworter betonen das Potenzial des Vorhabens, Emissionen zu reduzieren und die Verkehrsanbindung im ländlichen Raum zu verbessern. Mittlerweile wird auch eine Teil-Elektrifizierung geprüft, wobei wahrscheinlich batteriebetriebene Züge zum Einsatz kämen.
Auch die geschätzten Kosten für die Sanierung der Gleise liegen mittlerweile unter den ursprünglichen Prognosen. Dies hat die Unterstützer ermutigt, den Verkehrsverbund Westfalen-Lippe zu drängen, die Planung zu beschleunigen. Dennoch stehen noch Hürden an: Dazu zählen Konkurrenz durch andere Infrastrukturprojekte und knappe Haushaltsmittel.
Die wiederbelebte Strecke würde wichtige Städte im Münsterland verbinden und – sofern sie realisiert wird – eine umweltfreundlichere und effizientere Alternative zum Autoverkehr bieten. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von der Verfügbarkeit von Fördermitteln und weiteren Machbarkeitsstudien ab.






