04 May 2026, 16:11

Rewe-Chef Souque greift Lebensmittelkonzerne wegen hoher Preise an

Balkendiagramm, das den Verbraucherpreisindex von Oktober 2020 bis Oktober 2021 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Rewe-Chef Souque greift Lebensmittelkonzerne wegen hoher Preise an

Rewe-Chef Lionel Souque kritisiert Lebensmittelkonzerne, die trotz sinkender Rohstoffkosten keine Preissenkungen vornehmen. Gleichzeitig erläuterte er, wie die Supermarktkette mit der bevorstehenden Mehrwertsteuersenkung umgeht – durch flächendeckende Preisanpassungen, wenn auch nicht zwingend bei jedem einzelnen Produkt.

Als Beispiel für die Preispolitik nannte Souque insbesondere Schokolade. Er verwies darauf, dass weder Lindt noch Mondelez ihre Preise gesenkt hätten, obwohl die Kakaokosten zurückgegangen seien. Konkret führte er die Milka-Alpenmilch-Tafel an, die trotz Gewichtsreduzierung teurer geworden sei.

Rewe hat bereits bei der hauseigenen Schokoladenmarke die Preise gesenkt: Die günstigste Tafel kostete zunächst 89 Cent, dann nur noch 79 Cent. Souque betonte, dass das Unternehmen die Steuervorteile aus der Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben werde. Allerdings gelte dies für das gesamte Sortiment und nicht für jedes Produkt einzeln.

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Der Vorstandsvorsitzende machte deutlich, dass Rewe nicht denselben Weg wie einige große Markenhersteller einschlagen werde. Stattdessen setze die Kette auf eine breitere Bezahlbarkeit durch gezielte Preissenkungen.

Die Strategie des Supermarkts sieht vor, viele Produkte günstiger anzubieten – wenn auch nicht alle. Souques Aussagen erhöhen zudem den Druck auf Unternehmen wie Lindt und Mondelez, nachzuziehen. Verbraucher könnten bald erste Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung an der Kasse spüren.

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