22 February 2026, 04:16

Riesiges Wohnprojekt in Bergisch Gladbach nutzt "Bau-Turbo" – und spaltet die Stadt

Ein detaillierter Stadtplanentwurf mit zahlreichen Gebäuden, darunter ein prägnantes zentrales Gebäude und begleitenden Text.

Riesiges Wohnprojekt in Bergisch Gladbach nutzt "Bau-Turbo" – und spaltet die Stadt

Ein Entwickler hat ein großes Wohnprojekt in der Nähe des Strundeparks in Bergisch Gladbach vorgeschlagen. Der Plan sieht den Bau auf Parkplätzen und Gewerbeflächen vor und nutzt dabei die deutschen Beschleunigungsverfahren 'Bau-Turbo', um übliche Auflagen zu umgehen. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, wäre es eines der größten Bauprojekte in der Region.

Das geplante Gebäude soll eine Länge von 100 bzw. 50 Metern aufweisen und 26 Meter hoch werden. Es würde acht Stockwerke umfassen, wobei das Erdgeschoss und eine obere Etage als Parkflächen genutzt werden sollen. Die übrigen Geschosse wären für Wohn- und Gewerbeeinheiten vorgesehen.

Unter normalen Umständen würde das Projekt aufgrund seiner Größe und der Lage in einem Gewerbegebiet wahrscheinlich abgelehnt. Der Entwickler setzt jedoch auf das 'Bau-Turbo'-Verfahren, um die Genehmigung zu beschleunigen. Die Stadtverwaltung hat für dieses Schnellverfahren Auflagen festgelegt, darunter ein Verbot der Anwendung in Gewerbegebieten wie Lochermühle.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Stadt könnte das Projekt dennoch durch einen städtebaulichen Vertrag mitgestalten, etwa durch die Forderung nach mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen. Die endgültige Entscheidung liegt beim Planungsausschuss, der den Vorschlag am 5. März prüfen wird. Dieser kann die Pläne genehmigen, ändern, verkleinern oder vollständig ablehnen.

Das Bauvorhaben würde von dem Kreisverkehr am Ende der Hauptstraße entlang der Körtener Straße bis fast zum zweiten Eingang des Gewerbegebiets Strundepark/Lochermühle verlaufen. Die Genehmigung eines 26 Meter hohen Gebäudes könnte zudem einen Präzedenzfall für künftige Projekte in der Region schaffen.

Der Planungsausschuss wird das Vorhaben am 5. März beraten. Bei einer Genehmigung könnte das Projekt die Handhabung großflächiger Bauprojekte in Bergisch Gladbach verändern. Die Entscheidung könnte auch beeinflussen, ob ähnliche Beschleunigungsverfahren in anderen Stadtteilen zum Einsatz kommen.