RWE-Chef Krebber warnt: Netzausbau bremst die deutsche Energiewende aus
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RWE-Chef Markus Krebber warnt: Zögerlicher Netzausbau bremst die Energiewende in Deutschland
Der Vorstandsvorsitzende von RWE, Markus Krebber, hat darauf hingewiesen, dass die langsame Expansion der Stromnetze die Energiewende in Deutschland ausbremst. Er betonte die Notwendigkeit schnellerer und kostengünstigerer Modernisierungen, um die Funktionsfähigkeit des Systems zu gewährleisten. Gleichzeitig behauptet das Unternehmen, dass es keine größeren Rückschläge geben würde, selbst wenn Deutschland das Wachstum der Erneuerbaren drastisch drosselt.
Seit 2020 hat RWE in Deutschland keine neuen Windparks errichtet und lediglich fünf Solaranlagen gebaut – zumindest laut den verfügbaren Daten bis Anfang 2026. Die Zahlen könnten noch schwanken, da die vollständigen Aufzeichnungen unvollständig sind. Unterdessen kämpfen neue Rechenzentren und Kraftwerke mit Engpässen im Netz sowie langen Wartezeiten für Anschlusskapazitäten.
Krebber bezeichnete die begrenzte Netzkapazität als das größte Hindernis im deutschen Energiesektor. Dennoch verfügt RWE weltweit über mehr Projekte im Bereich Erneuerbare Energien, als es finanzieren kann. Das Unternehmen kann Investitionen einfach in Regionen mit besseren Rahmenbedingungen verlagern.
Obwohl RWE weiterhin bevorzugt in Deutschland investieren möchte, ist es nicht auf den Standort angewiesen. Dank des globalen Portfolios bleibt das Unternehmen flexibel – Verzögerungen oder politische Änderungen in der Heimat würden sein Wachstum nicht gefährden.
Selbst wenn Deutschland den Ausbau der Erneuerbaren verlangsamt, bliebe RWE stabil. Der Konzern richtet seinen Fokus nun auf Regionen, in denen der Netzzugang und die Finanzierung reibungsloser funktionieren. Für Deutschland ist die Warnung deutlich: Ohne beschleunigten Netzausbau werden Energieprojekte weiter ins Stocken geraten.






