RWE Power rodet Bäume für neue Rhein-Wasserleitung in Dormagen bis Ende Februar
Klothilde BergerRWE Power rodet Bäume für neue Rhein-Wasserleitung in Dormagen bis Ende Februar
RWE Power beginnt mit Rodungsarbeiten für neue Rhein-Wassertransportleitung in Dormagen
Die RWE Power hat mit den Vorarbeiten für eine neue Wassertransportleitung am Rhein in Dormagen begonnen. Seit dem 3. Februar werden entlang der geplanten Trasse Bäume und Sträucher gerodet. Diese vorbereitenden Maßnahmen müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein, um den Vorgaben des Naturschutzes zu entsprechen.
Das Unternehmen hatte den Baubeginn bereits am 29. Januar bekannt gegeben. Seither räumen Arbeitskräfte die Vegetation im Bereich des Leitungsverlaufs, einer neuen Zufahrtsstraße sowie in der Nähe der Entnahmestelle. Die Rodung aller Bäume und Sträucher soll bis Ende Februar beendet werden, um Verstöße gegen Umweltrecht zu vermeiden.
Ab März folgen weitere Straßenbauarbeiten für die Zufahrt zu den Pump- und Entnahmestellen. Die gesamte Vorbereitungsphase soll bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein.
Das Projekt unterliegt strengen ökologischen Auflagen nach nationalem und EU-Recht. Aufgrund der sich verschlechternden Wasserqualität des Rheins – zwischen 2020 und 2025 kam es wiederholt zu industriellen Verunreinigungen – gelten verschärfte Vorsorgemaßnahmen. Das bedeutet, dass beim Umgang mit unbekannten chemischen Schadstoffen besondere Vorsicht geboten ist. Rechtliche Bestimmungen verbieten zudem die Einleitung von Stoffen ohne verbindliche Grenzwerte und setzen stattdessen auf freiwillige Brancheninitiativen. Gleichzeitig klagen große Pharma- und Kosmetikunternehmen gegen die EU-Regeln zur Kostenbeteiligung bei der Abwasserbehandlung, die bis Juli 2027 in Kraft treten sollen.
Die Leitungsarbeiten laufen unter straffen Zeitvorgaben und hohen Umweltauflagen. Nach Fertigstellung soll das Projekt den Wassertransport sichern – trotz anhaltender rechtlicher und ökologischer Herausforderungen. Die nächste Bauphase ist für März geplant.






