Sachsen feiert Karneval mit erstem Landespaar und Rekordumzug in Radeburg
Oswin MosemannSachsens Faschingsfans starten optimistisch in den Straßenkarneval - Sachsen feiert Karneval mit erstem Landespaar und Rekordumzug in Radeburg
Sachsens Karnevalssaison ist zurück – und das in vollem Gang. Nach Jahren der Unterbrechungen feiert die Region wieder ausgiebig. Erstmals gibt es sogar ein eigenes Landes-Karnevalspaar: Désirée I. und Simon I. vom Pegauer Karnevalsclub vertreten als Prinzessin und Prinz die Jecken im gesamten Freistaat. Die Stimmung ist optimistisch, während die Vereine sich auf die Höhepunkte der Saison vorbereiten.
Der Verband Sächsischer Karnevalsvereine, der 186 Clubs mit rund 22.000 aktiven Mitgliedern vereinigt, begrüßt die Rückkehr der großen Feiern. Wie Verbandspräsident Jörg Weiser betont, sind die Vereine erleichtert, die "fünfte Jahreszeit" ohne neue Hindernisse angehen zu können. Zwar belasten die Mehrkosten aus dem Vorjahr noch die Kassen, doch die Organisatoren setzen ihre Pläne entschlossen um.
Erst kürzlich traf Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer eine Delegation der Karnevalsverantwortlichen in der Staatskanzlei. Das Gespräch unterstrich die kulturelle Bedeutung der Feiern, die nun durch die Einführung des ersten offiziellen Landes-Karnevalspaares noch mehr Gewicht erhalten. Désirée I. und Simon I. werden in dieser Saison bei zahlreichen Veranstaltungen präsent sein und den sächsischen Karneval auf eine neue repräsentative Ebene heben.
Der absolute Höhepunkt ist der Radeburger Umzug am 15. Februar. Unter dem Motto "RaBu Irrenhaus – wild und wunderbar durchgeknallt" erwarten die Veranstalter bei gutem Wetter bis zu 25.000 Besucher. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, Kinder und Schüler unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Politische Themen bleiben bewusst außen vor – im Mittelpunkt stehen Spaß und Spektakel.
Nach Rückschlägen durch die Corona-Pandemie, die Energiekrise und verschärfte Sicherheitsauflagen blickt Sachsens Karnevalsszene nun zuversichtlich nach vorn. Die Einführung des Landespaares und Großveranstaltungen wie der Radeburger Umzug markieren ein kräftiges Comeback der Traditionen. Vereine und Besucher alike sind bereit, unbeschwert zu feiern – ohne den Schatten der vergangenen Schwierigkeiten.






