Saint-Gobain Isover stellt Glaswolle-Produktion in Mönchengladbach ein und baut Arbeitsplätze ab
Klothilde BergerSaint-Gobain Isover stellt Glaswolle-Produktion in Mönchengladbach ein und baut Arbeitsplätze ab
Saint-Gobain Isover drosselt Produktion am Standort Bergisch Gladbach und stellt Glaswolle-Herstellung bei Borussia Mönchengladbach komplett ein
Am Standort Bergisch Gladbach hat Saint-Gobain Isover die Produktion deutlich zurückgefahren und die Herstellung von Glaswolle bei Gladbach vollständig eingestellt. Während früher 220 Mitarbeiter beschäftigt waren, arbeiten dort nun nur noch 60 Personen. Das Unternehmen konzentriert sich stattdessen auf eine spezialisierte Mineralwoll-Linie, die weltweit eine stabile Nachfrage verzeichnet.
Das Unternehmen hat den großen Schmelzofen für die Glaswolle-Produktion stillgelegt, betreibt jedoch weiterhin einen kleineren Ofen. Aktuell werden am Standort vor allem Rohrisolierschalen aus hochleistungsfähiger Mineralwolle gefertigt, die für Leitungen mit extrem heißen oder kalten Medien konzipiert sind. Die Produktlinie Ultimate von Isover, die sich durch eine einzigartige Marktposition auszeichnet, verzeichnet weiterhin stabile internationale Aufträge.
Nur ein kleiner Teil des 11,4 Hektar großen Geländes wird noch für die Produktion genutzt. Mit der Wirtschaftsförderung Bergisch Gladbach laufen Gespräche über eine mögliche Nachnutzung der brachliegenden Flächen. Bisher hat jedoch kein Unternehmen öffentlich Interesse an einer Übernahme der freien Bereiche bekundet. Unklar ist zudem, ob Saint-Gobain Teile des Geländes freigeben wird.
Gleichzeitig modernisiert das Unternehmen seine Produktionsprozesse. Geplant ist unter anderem die Umstellung der Energieversorgung auf Strom und Wasserstoff, um die Klimaziele zu erfüllen.
Die Zukunft des Standorts bleibt ungewiss, während die Gespräche über eine mögliche Neugestaltung des Geländes andauern. Isover produziert vorerst weiterhin Mineralwolldämmstoffe, hält sich in einer Nischenmarktposition und passt sich an die reduzierte Mitarbeiterzahl sowie die sich wandelnden Energiestandards an.






