Salzgitter will HKM übernehmen – doch es gibt Haken und harte Bedingungen
Hellmuth OrtmannSalzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlproduzent HKM - Salzgitter will HKM übernehmen – doch es gibt Haken und harte Bedingungen
Salzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlhersteller HKM
Salzgitter bestätigt Übernahmepläne für Stahlhersteller HKM
- Dezember 2025, 14:03 Uhr
Der Salzgitter-Konzern strebt die vollständige Übernahme des Duisburger Stahlwerks HKM an – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Gleichzeitig plant das Unternehmen Stellenabbau und den Umstieg auf umweltfreundlichere Stahlproduktionsverfahren. Parallel dazu eskaliert ein Streit mit Thyssenkrupp über die Sanierungskosten, der nun in ein Schiedsverfahren mündet.
HKM ist derzeit ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem Thyssenkrupp mit 50 Prozent beteiligt ist, während Salzgitter und Vallourec jeweils 20 Prozent halten. Salzgitter hat nun bestätigt, die alleinige Kontrolle über das Werk anstreben zu wollen – vorausgesetzt, das Unternehmen erhält öffentliche Fördermittel und staatliche Bürgschaften von Nordrhein-Westfalen. Zudem beantragt der Konzern 200 Millionen Euro an Subventionen, um die beiden Hochöfen des Werks durch einen einzigen Lichtbogenofen zu ersetzen. Dadurch würde die Jahreskapazität auf zwei bis 2,5 Millionen Tonnen sinken.
Die Zukunft von HKM hängt davon ab, ob Salzgitter die beantragten Fördergelder erhält und den finanziellen Konflikt mit Thyssenkrupp beilegt. Bei Erfolg soll das Werk künftig in kleinerem Maßstab mit weniger Beschäftigten und einer klimafreundlicheren Stahlproduktion arbeiten. Das Schiedsverfahren wird klären, in welchem Umfang Thyssenkrupp sich an den Umstrukturierungskosten beteiligt.






