22 December 2025, 22:17

Saudi Dates und große Träume bei SpVg Porz

Ein Sportler posiert für ein Foto und trägt ein T-Shirt mit verschiedenen Sponsorennamen.

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Teaser: In Köln-Porz riecht es meist nach Sonntag, Kunstrasen und Umkleidekabinen. Nach einer einzigartigen Mischung aus Vereinsheimkaffee, nassen Socken und „Bis Dienstag beim Training!“ Doch seit Mario Ebel das Ruder übernommen hat, fühlt es sich an, als hätte jemand den Amateurfußball beim SpVg Porz auf „Schnellvorlauf“ gestellt.

22. Dezember 2025, 03:05 Uhr

Der Kölner Fußballverein SpVg Porz durchlebt unter seinem neuen Präsidenten Mario Ebel einen tiefgreifenden Wandel. Der ehemalige Unternehmer hat ehrgeizige Ziele: Er will den Amateurklub in die Regionalliga führen. Doch seinen Plänen stehen Hindernisse im Weg – von maroden Anlagen bis hin zu Streitigkeiten mit der Stadt um Ressourcen.

Ebel übernahm das Amt mit einer klaren Vision: Aus dem SpVg Porz soll ein professionellerer Verein werden. Seine Strategie umfasst den Aufbau eines starken Sponsorennetzwerks, neue Partnerschaften und sogar die Gründung einer Spielbetriebsgesellschaft, um Investoren anzulocken. Zudem plant er einen Trainingslageraustausch mit Saudi-Arabien, bei dem junge saudische Spieler in Porz Erfahrung sammeln sollen. Im Dezember ist eine Gegenreise vorgesehen, um das Projekt weiter voranzutreiben.

Auf dem Platz überlässt Ebel die sportlichen Entscheidungen Cheftrainer Jonas Wendt. Priorität hat zunächst der Klassenerhalt; ein Aufstieg rückt erst in den Fokus, wenn das Budget es zulässt. Langfristig benötigt der Verein jedoch Einnahmen zwischen 800.000 und 1,2 Millionen Euro, um in die Regionalliga aufzusteigen. Doch der Alltag bleibt eine Herausforderung: Ebel kritisiert die Stadt, die die Infrastruktur vernachlässige – von heruntergekommenen Vereinsheimen bis zu Umkleiden, die nur dank ehrenamtlicher Reparaturen zusammenhalten. Engpässe bei der Platzbelegung und Pachtstreitigkeiten verschärfen die Lage. Um Druck aufzubauen, hat er sich mit anderen örtlichen Vereinen zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, die von der Kommune mehr Unterstützung fordert.

Ebels Pläne stehen und fallen mit der Finanzierung und der Überwindung logistischer Hürden. Gelingt dies, könnte der SpVg Porz mit einer Mischung aus lokaler Professionalisierung und internationalen Kooperationen durch die Ligen aufsteigen. Bis dahin muss der Verein jedoch lernen, zwischen Ehrgeiz und den Realitäten des Amateurfußballs zu balancieren.