Schelladler-Dame "Alaska" nach wochenlanger Flucht in Bad Sachsa gerettet
Hellmuth OrtmannSchelladler-Dame "Alaska" nach wochenlanger Flucht in Bad Sachsa gerettet
Seltene Schelladler-Dame 'Alaska' nach Flucht aus Greifvogelzentrum in Deutschland wiedergefunden
Ein seltener Schelladler mit dem Namen Alaska ist nach seiner Flucht aus einem Falknereizentrum in Deutschland unverletzt wieder eingefangen worden. Der in Gefangenschaft aufgezogene Vogel hatte wochenlang ohne ausreichende Nahrung überlebt, bevor er in der Nähe eines Minigolfplatzes in Bad Sachsa entdeckt wurde.
Die Adler-Dame Alaska war aus dem Harz-Falknereizentrum in Bad Sachsa entkommen. Die Mitarbeiter machten sich große Sorgen, da der Vogel von Hand aufgezogen worden war und nie das Jagen gelernt hatte. Dennoch schaffte es Alaska, etwa sechs Wochen lang ohne richtige Nahrung zu überleben.
Zunächst gab es Sichtungen in der Nähe des Zentrums. Doch die Fähigkeit des Adlers, weite Strecken zurückzulegen – manchmal Hundert Kilometer an einem einzigen Tag – erschwerte die Suche. Das Harz-Falknereizentrum liegt rund 280 Kilometer vom nächsten bekannten Auswilderungsgebiet der Art entfernt, dem renaturierten Emscher-Flussgebiet bei Dortmund. Dort hatten die Naturschutzorganisationen LÖWD und NABU 2022 mit der Wiederansiedlung begonnen.
Am Mittwochnachmittag gelang es Falkner Rochus Brotzer schließlich, Alaska auf einem Minigolfplatz in Bad Sachsa wieder einzufangen. Trotz ihrer Strapazen zeigte der Vogel keine schweren Anzeichen von Schwäche.
Die Rückkehr Alaskas ist eine Erleichterung für das Falknerteam, das um ihr Überleben bangte. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen, denen in Gefangenschaft aufgezogene Greifvögel bei ungewollter Freilassung gegenüberstehen. Alaska wird nun medizinisch versorgt, um ihre vollständige Erholung zu gewährleisten.






