Schloss Marienburg sagt Adventsöffnungen wegen Überlastung und Bauschäden ab
Hellmuth OrtmannSchloss Marienburg sagt Adventsöffnungen wegen Überlastung und Bauschäden ab
Schloss Marienburg, eine historische Burg mit Verbindungen zur Welfen-Dynastie, hat seine geplanten Öffnungen an den kommenden beiden Adventswochenenden abgesagt. Die Entscheidung folgt auf eine übermäßige Besucherzahl und anhaltende Bedenken hinsichtlich der Gebäudesicherheit. Allein am vergangenen Wochenende strömten 6.000 Menschen auf das Gelände – statt der erwarteten 400.
Die Burg, die seit 2004 einer Stiftung gehört, ist wegen dringender Sanierungsarbeiten geschlossen. Behörden hatten Hausschwamm in der Dachkonstruktion festgestellt, woraufhin die Bauaufsicht der Region Hannover die Innenräume sperren ließ. Dennoch gewährte die Stiftung Sonderzugänge für Dreharbeiten zu Maxton Hall, einer Jugendserie, die im berühmten Rittersaal spielt.
Am letzten Wochenende durften Besucher kurzzeitig in die Eingangshalle des Südflügels. Viele kamen, um den Rittersaal zu sehen, in dem zentrale Szenen der Serie entstehen. Doch die schiere Menge – das Fünfzehnfache der Prognose – zwang die Verantwortlichen, weitere Adventsöffnungen abzusagen.
Die Geschichte der Burg ist von öffentlichen Streitigkeiten über ihre Zukunft geprägt. 2019 versuchte Ernst August Junior, der heutige Prinz, es gegen den Willen seines Vaters für einen Euro an die Behörden zu verkaufen. Nun haben Sicherheits- und Infrastrukturprobleme Vorrang vor dem öffentlichen Zugang.
Mit den Absagen bleibt die Burg an den nächsten beiden Adventswochenenden geschlossen. Die Stiftung hat keine Ersatztermine für Besucher bekannt gegeben. Vorerst laufen die Sanierung und die statischen Prüfungen wie geplant weiter.






