14 January 2026, 14:34

Schulausfall in NRW: Glättechaos löst Debatte über Planung und Sicherheit aus

Ein Klassenraum in Nigeria mit Schülern, die Gesichtsmasken tragen und auf Bänken und dem Boden sitzen, mit Büchern und Gegenständen auf Tischen, Fenstern, einer Tür, einer Wand, einer Decke mit Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

Schulausfall in NRW: Glättechaos löst Debatte über Planung und Sicherheit aus

Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen wegen Glätte geschlossen

In Nordrhein-Westfalen blieben am Montag flächendeckend die Schulen geschlossen, nachdem eisige Bedingungen über die Region hinwegfegten. Die kurzfristige Entscheidung löste eine Debatte unter Politikern, Lehrkräften und Eltern über Zeitplanung und Notwendigkeit aus. Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) verteidigte den Schritt und verwies auf extreme Wetterwarnungen als Hauptgrund für die Umstellung auf Distanzunterricht.

Die Absage des Präsenzunterrichts erfolgte nach Wettervorhersagen, die vor gefährlicher Glätte warnten. Ministerin Feller betonte, die Sicherheit der Kinder habe Vorrang – eine Haltung, die von der SPD unterstützt wurde. Gleichzeitig räumte die Partei ein, dass die späte Bekanntgabe Familien vor Herausforderungen stellte und die Frage aufwarf, ob die Entscheidung nicht früher hätte fallen können.

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Kritik kam von mehreren Seiten. Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP, bezeichnete die Schließungen als überzogen und schlug mildere Alternativen vor. Der Landeselternverband der Grundschulen bemängelte das Fehlen einer Vorwarnzeit, wodurch Familien in letzter Minute umdisponieren mussten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wies zudem auf lückenhafte technische Voraussetzungen für den Distanzunterricht und unzureichende Unterstützung für Lehrkräfte hin. Trotz der Kritik hielt Feller daran fest, dass die Wettergefahr das Vorgehen rechtfertige. Die SPD unterstrich ebenfalls den Sicherheitsaspekt, räumte aber ein, dass die kurzfristige Ankündigung zu erheblichen Störungen führte.

Die Schulschließungen gelten vorerst weiter, der Unterricht findet stattdessen digital statt. Zwar zielte die Maßnahme darauf ab, die Schülerinnen und Schüler zu schützen, doch die überstürzte Umsetzung offenbart Defizite in der Kommunikation und Unterstützung. Die Verantwortlichen werden sich vermutlich weiter mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie künftig wetterbedingte Unterbrechungen besser gehandhabt werden können.