31 January 2026, 22:16

Söder und Ricarda Lang liefern sich satirischen Schlagabtausch beim Karneval

Ein Gesicht mit einer Krone darauf, umgeben von Text, der das Münchner Oktoberfest bewirbt

Ricarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Söder und Ricarda Lang liefern sich satirischen Schlagabtausch beim Karneval

Ein spielerischer politischer Wortwechsel hat sich zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der Grünen-Co-Vorsitzenden Ricarda Lang entwickelt. Den Anfang machte eine umstrittene Äußerung Söders über seine CSU-Parteikollegin Dorothee Bär. Lang konterte später mit scharfen Witzen bei einer Karnevalsveranstaltung in Aachen.

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Der Schlagabtausch unterstreicht die lockere, aber pointierte Tradition der politischen Satire während der deutschen Karnevalszeit.

Ausgelöst wurde der Streit auf einem CSU-Parteitag, wo Söder eine Bemerkung über Bär fallen ließ, die viele als herablassend empfanden. Er sprach sie mit dem Kosenamen "Doro" an und sagte: "Von dir erwarten wir nicht viel, aber wir freuen uns, wenn viel Geld nach Bayern fließt." Die Aussage löste Kritik aus – einige nannten sie abwertend.

Bär selbst spielte die Kontroverse später herunter und betonte, Söder habe sich mehrfach entschuldigt. Sie versicherte, dass sie wisse, er habe die Bemerkung nicht böse gemeint.

Tage später nutzte Lang bei der Verleihung des "Ordens gegen den tierischen Ernst" – einer Karnevalstradition mit satirischen politischen Reden – die Gelegenheit, um gegen Söder zu sticheln. Sie machte sich über seine Körpergröße lustig und scherzte, er leide an einem "Napoleon-Komplex". Zudem nannte sie ihn den "Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz". Ihre Spitzen waren eine direkte Reaktion auf Söders frühe Äußerung über Bär.

Bär selbst wurde bei der Veranstaltung geehrt und erhielt in diesem Jahr den Titel "Ritter des Ordens". Bisher hat Söder öffentlich nicht auf Langs Bemerkungen reagiert.

Der Wortwechsel zeigt, wie Karnevalsveranstaltungen oft zur Bühne für politischen Humor und Kritik werden. Während Bär die Angelegenheit bereits abgehakt hat, bleibt Söders ursprüngliche Aussage im Fokus. Bisher liegt keine weitere Stellungnahme von ihm vor.