Solingen diskutiert erneut über Mindestfahrpreise für Taxis – CDU fordert sachliche Debatte
Anto SchülerSolingen diskutiert erneut über Mindestfahrpreise für Taxis – CDU fordert sachliche Debatte
Die Solinger CDU bringt die Debatte über die Einführung eines Mindestfahrpreises für Taxis erneut auf den Tisch. Fraktionsvorsitzender Mario Voigt fordert eine Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion des Themas. Bereits seit dem Erlass der allgemeinen Verfügung durch die Verwaltung hat die Angelegenheit für heftige Reaktionen gesorgt.
Im Rahmen der jüngsten CDU-Fraktionssitzung informierte der zuständige Beigeordnete die Mitglieder ausführlich über den aktuellen Stand. Voigt betonte die Notwendigkeit einer besseren Kommunikation und eines transparenten Beteiligungsprozesses. Jede endgültige Entscheidung müsse, so Voigt, mit einer klaren und nachvollziehbaren Begründung einhergehen.
Die Stadt lotet derzeit lokale Lösungsansätze aus, die Voigt als "weitgehend Neuland" bezeichnete. Diese Vorschläge erforderten eine sorgfältige Prüfung, bevor weitere Schritte eingeleitet werden könnten. Die CDU-Fraktion erkennt zwar die Komplexität der Thematik an, stimmt jedoch mit Verwaltung und Oberbürgermeister darin überein, dass sie im politischen Raum offen diskutiert werden sollte.
Andere deutsche Großstädte haben bereits ähnliche Regelungen umgesetzt. In München (seit 2019), Hamburg (seit 2021) und Berlin (seit 2023) führten Mindestpreise zu stabilen oder leicht gestiegenen Fahrpreisen für Kunden. Gleichzeitig verringerten sie illegale Preisunterbietungen durch Fahrvermittlungsdienste, förderten Investitionen in moderne Taxiflotten und stabilisierten die Einkommen der Fahrer – ohne nennenswerte Arbeitsplatzverluste. Studien aus diesen Städten zeigen eine Preiserhöhung von 5 bis 15 Prozent bei gleichzeitiger Verbesserung der Servicequalität.
Der nächste Schritt steht am 16. Dezember an, wenn sich der Haupt- und Personalausschuss erneut mit der Angelegenheit befasst. Rechtsgrundlage für die Beratungen bildet § 51a des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG).
Mit ihrem Appell für eine faktenbasierte Debatte will die CDU sicherstellen, dass alle Aspekte fair berücksichtigt werden. Die Entscheidung wird von einer gründlichen Analyse und den Rückmeldungen der Beteiligten abhängen. Ein endgültiger Beschluss soll erst nach offenen Diskussionen und einer klaren Begründung fallen.






