Solingen plant Lagerfeuer- und Messerverbot in problematischen Unterführungen
Hellmuth OrtmannSolingen plant Lagerfeuer- und Messerverbot in problematischen Unterführungen
Solingen erwägt Verbot von Lagerfeuern und Messern in seinen Unterführungen. Die Stadt prüft ein Verbot von Lagerplätzen und nächtlichen Aufenthalten in ihren Unterführungen, um langjährige Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Hygiene in der problembehafteten Solinger Passage anzugehen. Ein gemeinsamer Antrag schlägt nun Änderungen der örtlichen Verkehrsverordnung vor, um diese Probleme zu lösen – verbunden mit Hilfsangeboten für Betroffene. Seit Monaten steht die Solinger Unterführung wegen mangelhafter Beleuchtung, defekter Aufzüge und anhaltender Verschmutzung in der Kritik. Pendler, Anwohner und Studierende haben wiederholt auf unsichere und unhygienische Zustände hingewiesen. Als Reaktion forderte ein CDU-Antrag vom Dezember 2025 ein vollständiges Verbot von Camping und Übernachtungen, um Missbrauch einzudämmen. Ein neuer gemeinsamer Vorschlag greift diese Idee auf und zielt darauf ab, die Verkehrsregeln so anzupassen, dass Lagerplätze in städtischen Tunneln ausdrücklich untersagt werden. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht die Vertreibung, sondern die Gemeinsam erleben von öffentlichen Räumen bei gleichzeitiger solidargemeinschaftlicher Unterstützung. Die Stadtverwaltung plant, mit Obdachlosenhilfeorganisationen zusammenzuarbeiten, um Betroffene an Notunterkünfte und niedrigschwellige Angebote zu vermitteln. In der Nähe bietet die Caritas-Unterkunft für Obdachlose bereits Übernachtungsmöglichkeiten, sanitäre Einrichtungen und Beratung an. Der Antrag regt zudem an zu prüfen, ob Obdachlose unter kontrollierten Bedingungen ihre Hunde in die Unterkünfte mitbringen könnten. Der Bezirksrat wird den Vorschlag in Kürze beraten; bei Zustimmung geht er zur endgültigen Abstimmung an den Solinger Stadtrat. Das geplante Verbot soll die Sicherheit und Lebensbedingungen in Ohligs verbessern und gleichzeitig sicherstellen, dass Betroffene Unterstützung erhalten. Bei Annahme würden die Änderungen nach Beschluss durch den Stadtrat in Kraft treten. Der Plan verbindet damit das Management öffentlicher Räume mit praktischer Hilfe für Menschen in Not.






