Solingen revolutioniert mit Circular.Care das nachhaltige Gesundheitswesen der Zukunft
Anto SchülerSolingen revolutioniert mit Circular.Care das nachhaltige Gesundheitswesen der Zukunft
Solingen startet Circular.Care.Solingen – eine Initiative für weniger Abfall und mehr Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen
Solingen hat die Initiative Circular.Care.Solingen ins Leben gerufen, um Abfälle zu reduzieren und die Nachhaltigkeit im Gesundheitssektor zu verbessern. An dem Projekt beteiligen sich die Stadtverwaltung, das Städtische Klinikum Solingen sowie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Ziel ist es, Prinzipien der Kreislaufwirtschaft einzuführen, das Abfallmanagement zu modernisieren und umweltfreundlichere Beschaffungspraktiken in lokalen Gesundheitseinrichtungen zu fördern.
Die erste Phase des Vorhabens läuft bereits im Städtischen Klinikum Solingen an. Dort werden Abfallsysteme neu gestaltet und nachhaltige Einkaufsrichtlinien eingeführt. Besonders wichtig ist die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Veränderungen aktiv mitgestalten und unterstützen sollen.
Zu den Hauptzielen des Projekts gehören die Verringerung des Ressourcenverbrauchs, die drastische Reduzierung von Abfällen und die Senkung der CO₂-Emissionen. Gleichzeitig sollen Beschaffungs- und Entsorgungskosten gesenkt und der Einsatz von Produkten gefördert werden, die für Wiederverwendung oder Recycling konzipiert sind. Nach dieser Pilotphase werden weitere Gesundheitseinrichtungen in Solingen zur Teilnahme eingeladen.
Die Finanzierung erfolgt durch EU-Fördermittel sowie das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen; jeder Partner trägt dabei 10 Prozent der Kosten. Die Initiative läuft von November 2025 bis Oktober 2028. Neben der Abfallvermeidung soll sie neue Geschäftschancen schaffen, lokale Lieferketten stärken und Innovationen im Bereich nachhaltiger Medizinprodukte vorantreiben.
Der Fokus liegt zunächst auf dem Städtischen Klinikum Solingen, doch eine spätere Ausweitung ist geplant. Bei Erfolg könnte das Projekt als Vorbild für andere Regionen dienen, die ihr Gesundheitswesen nachhaltiger gestalten möchten. Stadt und Partner werden die Fortschritte in den kommenden drei Jahren begleiten und die Entwicklungen bei Abfallaufkommen, Energieverbrauch und Emissionen messen.






