Solingen setzt auf "Housing First" gegen Obdachlosigkeit – nachhaltige Lösungen geplant
Klothilde BergerSolingen setzt auf "Housing First" gegen Obdachlosigkeit – nachhaltige Lösungen geplant
Solingen will eine langfristige Strategie zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit in der Stadt einführen. Ein überparteilicher Antrag hat den Weg für ein strukturiertes Vorgehen geebnet, das auf nachhaltige Lösungen für Menschen ohne Unterkunft abzielt. Der Beschluss fällt zu einem Zeitpunkt, an dem etwa 20 Personen derzeit auf den Straßen der Stadt leben.
Der neue Ansatz der Stadt basiert auf dem "Housing First"-Modell, das den Zugang zu stabilen Wohnverhältnissen als ersten Schritt zur Unterstützung obdachloser Menschen priorisiert. Parallel dazu sollen präventive Maßnahmen sowie der Ausbau von Gesundheits- und Beratungsangeboten die Ursachen von Obdachlosigkeit gezielt angehen.
Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe wird am 21. April 2026 zusammentreten, um die Maßnahmen final zu beschließen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Umwandlung der landesgeförderten Initiative "ProMie+ Solingen" in ein dauerhaftes Programm. Zudem wird geprüft, ob Begleitdienste die Koordination zwischen bestehenden Hilfsangeboten verbessern könnten.
Um die Fortschritte zu überwachen, werden regelmäßige Berichte die Wirksamkeit der neuen Strategie dokumentieren. Die Stadtverwaltung hat sich verpflichtet, die Zusammenarbeit zwischen den bestehenden Unterstützungseinrichtungen zu stärken, um eine engere Vernetzung zu gewährleisten.
Das Ziel des Ausschusses ist es, nachhaltige Veränderungen in der Obdachlosenhilfe Solingens zu bewirken. Durch strukturierte Aufsicht und erweiterte Dienstleistungen soll die Zahl der Menschen ohne Obdach langfristig verringert werden. Die ersten Schritte der Strategie werden in den kommenden Monaten evaluiert, sobald die Pläne konkreter werden.






