Solinger Fußgängertunnel: Streit um Sicherheit und Obdachlosenhilfe eskaliert
Oswin MosemannSolinger Fußgängertunnel: Streit um Sicherheit und Obdachlosenhilfe eskaliert
Der Fußgängertunnel am Solinger Hauptbahnhof ist zu einem Streitpunkt geworden. Anwohner und Pendler äußern zunehmend Bedenken hinsichtlich der Sicherheit – insbesondere in den frühen Morgenstunden und am Abend. Nun geht es darum, wie sich öffentliche Sicherheit mit der Unterstützung obdachloser Menschen, die den Raum nutzen, in Einklang gebracht werden kann.
Der Tunnel ist eine wichtige Verbindung für Berufspendler und Einheimische. Doch Berichte über Belästigungen und ein wachsendes Unbehagen haben zu Forderungen nach Maßnahmen geführt. Die SPD-Fraktion im Bezirksrat Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid treibt nun die Suche nach konstruktiven Lösungen voran.
SPD und Grüne haben für die nächste Sitzung des Bezirksrats Fragen vorbereitet. Sie wollen Klarheit über rechtliche Zuständigkeiten, bestehende Hilfsangebote und den Rahmen für die Verwaltung öffentlicher Räume schaffen. Laut städtischen Vorschriften obliegen Entscheidungen in dieser Sache der Stadtverordnetenversammlung Solingen, nicht dem Bezirksrat. Die SPD betont, dass verlässliche Daten die Grundlage für langfristige Beschlüsse sein müssen. Ziel ist es, die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen, ohne dabei den Respekt und die angemessene Unterstützung für Obdachlose aus den Augen zu verlieren. Auch die Sorgen der Anwohner, die sich eingeschüchtert fühlen, müssen berücksichtigt werden.
In der nächsten Bezirksratssitzung sollen rechtliche und praktische Schritte zur Lösung des Konflikts geprüft werden. Sowohl Sicherheitsverbesserungen als auch Hilfsmaßnahmen für obdachlose Menschen stehen auf der Agenda. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Stadtrat, der für die Regelung öffentlicher Räume zuständig ist.






