11 May 2026, 10:13

SPD fordert langfristigen Plan für Solinger Kirchengebäude bis 2030 und darüber hinaus

Altes Foto einer Kirche in einer Stadtstraße, gerahmt und von anderen Gebäuden umgeben.

SPD fordert langfristigen Plan für Solinger Kirchengebäude bis 2030 und darüber hinaus

Die SPD-Fraktion im Solinger Stadtrat drängt auf eine langfristige Strategie, um die Zukunft von Kirchengebäuden zu sichern. Ernst Lauterjung, der neu gewählte Fraktionsvorsitzende, fordert einen strukturierten Plan, der über das Jahr 2030 hinausreicht. Er betont, dass Kirchen eine zentrale Rolle für die Identität und das soziale Gefüge der Stadt spielen.

Lauterjung unterstreicht die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens von Gemeinden, Kommunalpolitik und Verwaltung. Zwar bietet die SPD eine enge Zusammenarbeit an, macht aber deutlich, dass die Stadt weder die volle finanzielle noch die organisatorische Verantwortung für den Erhalt der Kirchen übernehmen kann. Stattdessen müsse in einem gemeinsamen Prozess nachhaltige Lösungen für gefährdete Gebäude entwickelt werden.

Die Fraktion plant, erste Vorschläge in den zuständigen Ausschuss einzubringen und direkt mit Kirchenvertretern ins Gespräch zu kommen. Mögliche neue Nutzungen für stillgelegte Räume – etwa als Wohnraum, Kulturstätten oder Gemeinschaftszentren – werden bereits diskutiert. Besonders die Lutherkirche bedarf dringend einer Klärung ihrer künftigen Rolle.

Kirchen in Solingen bleiben wichtige soziale Ankerpunkte, die sowohl das Stadtbild als auch das Gemeinschaftsleben prägen. Die SPD argumentiert, dass ohne eine abgestimmte Strategie wertvolle Räume verloren gehen könnten, ohne dass klare Alternativen bereitstehen.

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Der Aufruf zum Handeln kommt zu einer Zeit, in der Gemeinden mit sinkenden Mitgliederzahlen und steigenden Unterhaltungskosten kämpfen. Eine langfristige Vision könnte den Verlust historischer Gebäude verhindern und sie gleichzeitig an moderne Bedürfnisse anpassen. Die nächsten Schritte der SPD konzentrieren sich darauf, die Zusammenarbeit zu formalisieren und praktische Konzepte für die Umnutzung von Kirchenimmobilien zu erarbeiten.

Quelle