21 January 2026, 14:16

Streit um Fernwärme: Mieter in Stuttgart frieren wegen Preiskonflikt

Ein Raum mit einer Fußbodenheizung in der Mitte, umgeben von Wänden und einem Fenster im Hintergrund, mit verschiedenen Gegenständen auf dem Boden, die likely mit dem Heizungssystem zusammenhängen.

Streit um Fernwärme: Mieter in Stuttgart frieren wegen Preiskonflikt

Mieter des ELBA Zukunftswerks in Stuttgart sitzen seit fast einer Woche ohne Heizung fest – ausgelöst durch einen Streit zwischen dem Gebäudeeigentümer und dem städtischen Versorger. Der Konflikt dreht sich um einen Rechtsstreit über die Preise für Fernwärme und lässt die Bewohner im Kalten, während die Verhandlungen weitergehen.

Auslöser des Streits war ein Urteil des Landgerichts Berlin, das feststellte, dass die WSW, der kommunale Energieversorger der Stadt, die Fernwärmepreise unrechtmäßig an die Gaspreise gekoppelt hatte. Als Reaktion kündigte die WSW den Wärmeliefervertrag mit dem ELBA Zukunftswerk und stellte die Versorgung des Gebäudes ein.

Die Rechtsvertretung des ELBA argumentiert, die Abschaltung sei unverhältnismäßig und verletze die Rechte der Mieter. Der Vermieter hat inzwischen gegen das Gerichtsurteil Berufung eingelegt, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Ein neuer Vertragsentwurf für die Wärmelieferung liegt vor, an dem neben der Stadt Köln auch die ELBA Zukunftswerk GmbH, die swissthermo AG und die Energielösung Sachsen Ost GmbH (ELSO) beteiligt sind. Doch solange nicht alle Parteien unterzeichnet haben, bleibt die Heizung für die Bewohner abgeschaltet.

Der Streit sorgt für anhaltende Belastungen – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Die Heizung wird erst wieder in Betrieb genommen, sobald der neue Vertrag offiziell unterzeichnet ist. Wann das der Fall sein wird, bleibt für die Betroffenen ungewiss.

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