Streit um Ohligs-Stadtzentrum: 170 Parkplätze drohen für Veloroute zu fallen
Oswin MosemannStreit um Ohligs-Stadtzentrum: 170 Parkplätze drohen für Veloroute zu fallen
Die Pläne zur Neugestaltung des Ohligs-Stadtzentrums haben eine Kontroverse über den Verlust von Parkplätzen und Veränderungen im Verkehrsnetz ausgelöst. Bezirksbürgermeister Westkämper hat die Vorschläge scharf kritisiert und warnt, sie könnten den lokalen Einzelhandel schwer treffen. Auch die CDU-Fraktion lehnt die aktuellen Pläne ab und fordert umfassende Nachbesserungen.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Umgestaltung des Cityrings, durch die etwa 70 Parkplätze wegfallen könnten. Sollte die geplante Fahrradroute (Veloroute) realisiert werden, wären zusätzlich bis zu 100 Stellplätze betroffen. Westkämper argumentiert, dass diese Verluste die Händler hart treffen würden – besonders in einer ohnehin angespannten Wirtschaftslage.
In der Sitzung des OAM-Bezirksrats wurde der Tagesordnungspunkt zur Neugestaltung der Zufahrtswege vertagt. Westkämper wirft der Stadtverwaltung vor, Bedenken zu ignorieren und Anwohner sowie Gewerbetreibende nicht ausreichend einzubinden. Die geplante Umsetzung der Pläne bezeichnet er als einen "Angriff auf die berechtigten Interessen" der Betroffenen.
Die Verwaltung betont hingegen, dass bis Februar eine Entscheidung fallen müsse, um den aktualisierten Zeitplan bis zum 14. Juni einhalten zu können. Doch Westkämper besteht darauf, dass Qualität Vorrang vor Tempo haben müsse. Er zeigt sich gesprächsbereit und strebt einen "vernünftigen Kompromiss" an, der die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.
Die Pläne stoßen mittlerweile auf massiven Widerstand: Sowohl die CDU als auch lokale Unternehmen fordern Änderungen. Westkämper hat versprochen, weiter für eine Lösung zu kämpfen, die Parkplätze erhält und den Einzelhandel stärkt. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Verhandlungen zwischen Rat und Verwaltung ab.






