Streit um Spielerberater: Sammer will sie abschaffen – Wittmann kontert scharf
Oswin MosemannStreit um Spielerberater: Sammer will sie abschaffen – Wittmann kontert scharf
Eine hitzige Debatte über die Rolle von Spielerberatern im Fußball ist entbrannt. Matthias Sammer, Berater von Werder Bremen, hat sich für ihre vollständige Abschaffung ausgesprochen. Seine Kritik stieß bei Roger Wittmann, einem bekannten Berater und Mitgründer der Agentur Rogon, auf scharfen Widerspruch.
Sammer argumentierte, dass Berater überhöhte Gebühren verlangen, keinen nützlichen Zweck erfüllen und das Verhältnis zwischen Spielern und Vereinen belasten. Seine Äußerungen lösten in der Branche Kontroversen aus.
Wittmann wies den Vorschlag als "absoluten Unsinn" zurück. Er behauptete, Berater verdienen faire Gehälter, die sich am Markt orientieren. Zudem warf er den Vereinen vor, Spieler zu unerwünschten Transfers zu drängen – was die Schutzfunktion der Berater unterstreiche.
Der Streit eskaliert, während Wittmann selbst mit juristischen Problemen zu kämpfen hat. Ein Landgericht urteilte kürzlich, dass einige Einschränkungen seines Zugangs zu den Einrichtungen von TSG Hoffenheim rechtswidrig seien. Das Betretungsverbot für das Trainingsgelände des Clubs bleibt jedoch bestehen.
Wittmanns Vergangenheit ist von früheren Kontroversen geprägt, darunter ein Stadionverbot. Dennoch verteidigt er weiterhin die Rolle der Berater im Fußball und betont, dass diese Spielern notwendige Unterstützung bieten.
Der Konflikt zwischen Sammer und Wittmann offenbart tiefe Gräben in der Frage nach dem Einfluss von Beratern im Sport. Während Sammer ihre Abschaffung fordert, pocht Wittmann auf ihren Wert. Die rechtlichen Beschränkungen gegen Wittmann verleihen der Debatte zusätzliche Brisanz.






