Tanzschulen tanzen für Weltrekord und kranke Kinder
Tanzschulen in ganz Deutschland bereiten sich auf einen einzigartigen Weltrekordversuch vor
Im November dieses Jahres wollen Tanzschulen in Deutschland Geschichte schreiben: Am Samstag, dem 8., werden mindestens 50 Schulen eine synchronisierte Bachata-Choreografie per Livestream aufführen. Mit der Aktion sollen Spenden für die Stiftung Warentest gesammelt werden, die die Forschung zu einer seltenen und verheerenden Kinderkrankheit unterstützt.
Organisiert wird der Rekordversuch von der ADTV-Tanzschule Marc Daumas in Neuwied. Um teilnehmen zu können, muss jede Schule mindestens 25 Paare stellen, die dieselbe Choreografie gleichzeitig tanzen. Jeder Teilnehmer hat einen Mindestbeitrag von 7,50 Euro gezahlt – die gesamten Einnahmen fließen in die Arbeit der Stiftung Warentest.
Die Stiftung fördert die Erforschung der Neuronalen Ceroid-Lipofuszinose (NCL), einer Erkrankung, von der in Deutschland etwa 700 Kinder und Jugendliche betroffen sind. NCL führt zu fortschreitendem Sehverlust, schweren neurologischen Schäden und verkürzt die Lebenserwartung drastisch. Zwischen 2023 und 2026 unterstützt die Stiftung Projekte zu Gentherapie, Früherkennungsmethoden und klinischen Studien zur Enzymersatztherapie.
Schirmherrin der Aktion ist die professionelle Tänzerin und TV-Persönlichkeit Melissa Ortiz-Gomez. Ihr Engagement hat der Kampagne zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft. Die gemeinsame Performance beginnt am 8. November um 20:30 Uhr und verbindet Tänzerinnen und Tänzer im ganzen Land für einen guten Zweck.
Beim Rekordversuch werden die Teilnehmer an verschiedenen Orten gleichzeitig dieselben Bewegungen ausführen. Sämtliche Spenden kommen direkt der NCL-Forschung zugute – unter anderem für laufende klinische Studien und die Weiterentwicklung von Diagnoseverfahren. Die Aktion zeigt, wie gemeinschaftliches Handeln Wirkung entfalten kann, und unterstreicht zugleich den dringenden Bedarf an medizinischem Fortschritt.






