Telekom erhöht Preise für Altverträge – Kunden können ab 2026 kündigen
Oswin MosemannTelekom erhöht Preise für Altverträge – Kunden können ab 2026 kündigen
Deutsche Telekom kündigt Preiserhöhungen für ältere Festnetzverträge an – Kunden können ab April 2026 betroffen sein
Die Deutsche Telekom hat Preiserhöhungen für ältere Festnetzverträge angekündigt, die ab April 2026 in Kraft treten. Betroffen sind vor allem Bestandsverträge, die vor April 2023 abgeschlossen wurden, darunter die beliebten Tarife MagentaZuhause und Call & Surf. Kunden, die mit höheren Kosten konfrontiert werden, erhalten eine begrenzte Frist, um ihre Verträge ohne Strafgebühren zu kündigen.
Unterdessen hat die Aktie des Konzerns Aufmerksamkeit erregt: Seit Jahresbeginn ist der Kurs um knapp 10 Prozent gestiegen.
Preisanpassung und Sonderkündigungsrecht Die Anpassung sieht eine Erhöhung der monatlichen Grundgebühr um 2,00 Euro vor. So steigt etwa der Standardtarif MagentaZuhause L von 44,95 Euro auf 46,95 Euro im Monat. Kunden mit betroffenen Altverträgen erhalten ein dreimonatiges Sonderkündigungsrecht, das es ihnen ermöglicht, den Vertrag ohne Angabe von Gründen zu beenden, falls sie die Preiserhöhung nicht akzeptieren möchten.
Die Bekanntgabe erfolgt vor der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das vierte Quartal 2025, der für den 26. Februar 2026 geplant ist. Investoren werden die Entwicklungen genau beobachten – insbesondere, ob die Preiserhöhungen zu einer höheren Kundenabwanderung führen. Bisher liegen keine Daten vor, wie sich Zufriedenheit oder Kundentreue im Vergleich zu den Vorjahren verändert hat.
Aktienrückkäufe und Kursentwicklung In den vergangenen Wochen hat die Deutsche Telekom zudem Aktienrückkäufe vorgenommen. Zwischen dem 2. und 6. Februar 2026 erwarb das Unternehmen über 1,3 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 29,61 Euro. Seit Jahresbeginn wurden auf diese Weise mehr als 7,6 Millionen Aktien vom Markt genommen. Der aktuelle Kurs liegt bei 30,51 Euro – ein Plus von 9,67 Prozent seit Anfang des Jahres. Die Aktie nähert sich damit ihrem 50-Tage-Durchschnitt an.
Investitionen in KI-Infrastruktur im Fokus Neben den Preisanpassungen richten Anleger ihren Blick auf die finanziellen Auswirkungen der jüngsten Investitionen des Konzerns in KI-Infrastruktur. Diese Ausgaben könnten eine entscheidende Rolle für die zukünftige Performance und strategische Ausrichtung des Unternehmens spielen.
Die Preiserhöhungen treten im April 2026 in Kraft und geben betroffenen Kunden eine kurze Frist, um ihre Optionen zu prüfen. Analysten und Aktionäre werden nach Veröffentlichung des Geschäftsberichts später in diesem Monat bewerten, wie sich die Änderungen auf die Kundenbindung auswirken. Angesichts der starken Kursentwicklung und der fortgesetzten Rückkaufprogramme wird die nächste Finanzaktualisierung weitere Einblicke in die Marktposition des Unternehmens liefern.






