10 February 2026, 16:28

Telekom gewinnt Millionenprozess gegen Meta: 30 Millionen Euro für Netznutzung

Ein Close-up eines Serverturms in einem Rechenzentrum, mit elektronischen Geräten und Kabeln, die damit verbunden sind und ein Netzwerk bilden.

Urteil: Meta muss Telekom 30 Millionen Euro zahlen - Telekom gewinnt Millionenprozess gegen Meta: 30 Millionen Euro für Netznutzung

Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass Meta an die Deutsche Telekom fast 30 Millionen Euro für Netznutzungsgebühren zahlen muss. Das Urteil fällt nach einem langjährigen Streit darüber, ob Technologiekonzerne Telekommunikationsanbieter für den Datenverkehr entschädigen müssen. Der Fall ist Teil einer breiteren Initiative europäischer Provider, Zahlungen von US-Unternehmen wie Meta durchzusetzen.

Der Konflikt eskalierte, als Meta 2021 die Zahlungen an die Deutsche Telekom für die Datenübertragung einstellte. Das Unternehmen argumentierte, es gebe keine vertragliche Verpflichtung oder formelle Zahlungspflicht, da Telekom ihre Dienstleistungen an eigene Kunden und nicht direkt an Meta richte. Die Deutsche Telekom zog vor Gericht und forderte eine Kostenerstattung für die Abwicklung des Datenverkehrs von Meta.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab der Telekom recht und bestätigte damit ein Urteil der Vorinstanz, während es den Anspruchszeitraum auf über drei Jahre ausdehnte. Die Richter bestätigten, dass Netzbetreiber ein grundsätzliches Recht auf Vergütung für die Datenweiterleitung hätten, und setzten damit einen rechtlichen Präzedenzfall. Gleichzeitig wiesen sie den Vorwurf einer marktbeherrschenden Stellung der Telekom zurück und verwiesen darauf, dass eine Tochtergesellschaft von Meta in den Verhandlungen erhebliche Verhandlungsmacht besaß.

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Der Fall spiegelt einen größeren Branchenkonflikt wider. In den vergangenen fünf Jahren haben europäische Telekommunikationsriesen wie Deutsche Telekom, Orange und Vodafone gefordert, dass US-Techunternehmen 3 bis 5 Prozent ihrer europäischen Umsätze in die Netzwerkinfrastruktur investieren. Wichtige Meilensteine waren die Berliner Erklärung von 20 Operatoren im Jahr 2022, ein gemeinsamer Vorschlag von Vodafone und Orange 2023 sowie laufende Gesetzgebungsinitiativen der EU. Trotz stockender Verhandlungen bleibt der Druck auf Unternehmen wie Meta bestehen.

Das Urteil zwingt Meta zur Zahlung von 30 Millionen Euro und stärkt gleichzeitig die rechtliche Grundlage für Telekommunikationsanbieter, von Techkonzernen Gebühren für die Netznutzung zu verlangen. Europäische Provider werden diese Entscheidung voraussichtlich nutzen, um ihre Kampagnen für einen "fairen Beitrag" zu untermauern. Der Fall könnte zudem künftige EU-Regulierungen zur Finanzierung digitaler Infrastruktur beeinflussen.