15 April 2026, 10:10

Thalia übernimmt Teile der insolventen Stein Mediengruppe nach Kartellfreigabe

Altes deutsches Aktienzertifikat betitelt 'Louis Spohr - Zweites Deutsches Lieder' mit einem roten Rand und einem weißen Hintergrund.

Thalia übernimmt Teile der insolventen Stein Mediengruppe nach Kartellfreigabe

Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia erhält grünes Licht für Übernahme von Teilen der angeschlagenen Stein Mediengruppe

Die Thalia Group, Deutschlands größte Buchhandelskette, hat die Genehmigung erhalten, zentrale Teile der wirtschaftlich kämpfenden Stein Mediengruppe zu übernehmen. Das Bundeskartellamt gab den Deal am 18. November frei – zwei Monate nach der Insolvenzanmeldung von Stein im September. Durch die Übernahme wird Thalia seine Position sowohl im Einzelhandel als auch im Fachbuchmarkt weiter ausbauen.

Die Stein Mediengruppe hatte im September Insolvenzverfahren eingeleitet, wodurch ihre Zukunft ungewiss wurde. Nun übernimmt die Thalia-Tochter Lehmanns Media GmbH Vermögenswerte der Stein'sche Mediengruppe GmbH, darunter die traditionsreiche A. Stein'sche Buchhandlung in Werl.

Thalia beherrscht bereits den deutschsprachigen Buchmarkt mit rund 570 stationären Filialen. Die Tochter Lehmanns Media ist zudem im Nischensegment der Fachinformationsdienste aktiv, wo Verlage oft direkt an Kunden verkaufen. Trotz der Marktmacht Thalias sahen die Wettbewerbsaufseher keine größeren Bedenken gegen die Übernahme.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, betonte, dass die Transaktion vor allem ein kleines Segment des Buchhandels betreffe. Die Genehmigung ermöglicht es Thalia, seine Stellung im allgemeinen und spezialisierten Buchhandel weiter zu festigen.

Unklar bleibt jedoch, wie sich die Übernahme auf die verbleibenden Geschäftsbereiche der Stein Mediengruppe auswirken wird. Über die Zukunft der übrigen Vermögenswerte und der Mitarbeiter wird noch verhandelt.

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Die Übernahme erweitert Thalias Einfluss auf dem deutschen Buchmarkt, insbesondere im Bereich der Fachdienste. Mit der gesicherten kartellrechtlichen Freigabe wird das Unternehmen nun die übernommenen Stein-Assets in sein bestehendes Netz integrieren. Die langfristigen Folgen für die restlichen Geschäfte von Stein bleiben aber abzuwarten.

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