Thyssenkrupp-Belegschaft protestiert gegen geplante Millionen-Dividende für Aktionäre
Anto SchülerThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Belegschaft protestiert gegen geplante Millionen-Dividende für Aktionäre
Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren vor der Hauptversammlung
Vor der diesjährigen Hauptversammlung von Thyssenkrupp haben Mitarbeiter des Konzerns eine Protestaktion organisiert. Die Belegschaft fordert die Aktionäre auf, eine geplante Dividendenausschüttung in Höhe von 93 Millionen Euro abzulehnen. An der Demonstration beteiligten sich auch Beschäftigte von HKM, einem Joint Venture mit ungewisser Zukunft.
Im Fokus der Proteste steht eine vorgesehene Dividende von 15 Cent pro Aktie, was insgesamt 93 Millionen Euro entspricht. Die Mitarbeiter, unterstützt von der Gewerkschaft IG Metall, riefen die Aktionäre dazu auf, auf die Auszahlung zu verzichten. Die Gewerkschaft warf Thyssenkrupp vor, Gewinne über die Belegschaft zu stellen.
Auch HKM-Beschäftigte schlossen sich den Protesten an und forderten einen Sozialtarifvertrag, der faire Bedingungen für mögliche Stellenabbaumaßnahmen garantieren soll. Die Verhandlungen zwischen IG Metall und HKM in den vergangenen Monaten brachten Fortschritte bei Abfindungs- und Sozialplänen. Im Dezember 2025 wurde eine vorläufige Einigung unterzeichnet.
Die Demonstration fand vor dem Hintergrund steigender Spannungen im Vorfeld der Hauptversammlung statt. Die Mitarbeiter betonten die Notwendigkeit von finanzieller Verantwortung und Arbeitsplatzsicherheit. Ihre Forderungen spiegeln breitere Bedenken hinsichtlich der Prioritäten des Unternehmens wider.
Der Protest unterstreicht den wachsenden Druck auf Thyssenkrupp, die Anliegen der Belegschaft ernst zu nehmen. Zwar wurde für HKM eine vorläufige Sozialvereinbarung erzielt, doch bleiben grundlegendere Fragen ungelöst. Das Ergebnis der Hauptversammlung wird zeigen, ob die Aktionäre der umstrittenen Dividende zustimmen.






