25 February 2026, 22:26

Timothée Chalamets dünner Schnurrbart in Marty Supreme entfacht einen neuen Bart-Trend

Ein altes Foto eines Mannes mit Bart und Schnurrbart, der direkt in die Kamera schaut und dessen Lippen leicht geöffnet sind, mit ordentlich gekämmtem Haar und einem gut gepflegten Bart.

Timothée Chalamets dünner Schnurrbart in Marty Supreme entfacht einen neuen Bart-Trend

Ein charakteristischer dünner Schnurrbart feiert ein stilles, aber bemerkenswertes Comeback – und Timothée Chalamets jüngste Rolle rückt ihn ins Rampenlicht. In Marty Supreme sorgt das Gesichtshaar seines Charakters für Gespräche, die fast so laut sind wie der Film selbst. Der Trend ist weniger eine retro-nostalgische Wiederbelebung als vielmehr eine frische Interpretation eines längst vergessenen Stils.

Der Schnurrbart, um den es geht, ist weich, ungleichmäßig und weit entfernt vom markanten "Pornostache" der 1970er. Stattdessen bietet er eine risikoarme Möglichkeit, mit Gesichtshaar zu experimentieren – ohne den Aufwand eines Vollbarts oder die Präzision einer akribisch gestylten Optik.

Sein Wiederaufstieg begann um 2018, angetrieben durch Social Media und die Hip-Hop-Kultur. Er hielt Einzug in Mode, Pflegeroutinen und sogar Beauty-Tutorials, während Streetwear- und Indie-Musik-Szenen ihn als Hommage an die Ästhetik der 1990er und frühen 2000er aufgriffen. Im Gegensatz zu den dichten, glänzenden Stilen vergangener Jahrzehnte ist diese Variante bewusst unperfekt – lichte Stellen und ungleichmäßige Kanten gehören zu seinem Charme.

Chalamets Schnurrbart in Marty Supreme ist kein glatt poliertes Revival, sondern eine moderne Deutung. Sein Charakter, Marty Mauser, lässt sich locker vom realen Tischtennis-Legende Marty Reisman inspirieren, doch das Gesichtshaar wirkt zeitgemäß statt kostümhaft. Der Film selbst, inszeniert von Josh Safdie in seinem ersten Solo-Projekt, erzählt vom Aufstieg eines Außenseiters in den Tischtennis-Kreisen des Lower East Side der 1950er. Doch der Schnurrbart stiehlt der Handlung fast die Show.

Hollywoods Leading Men haben den Look bereits ausprobiert, wenn auch nur wenige ihn zu ihrem Markenzeichen gemacht haben. Die Stärke des Trends liegt in seiner lässigen Anpassungsfähigkeit – eine Alternative zum allgegenwärtigen Dreitagebart, mit Spielraum für eine mutigere Entwicklung. Die Pflege ist simpel: Kein zwanghaftes Stutzen oder symmetrisches Trimmen nötig, nur genug Aufmerksamkeit, um ihn absichtlich wirken zu lassen.

Für viele besteht der eigentliche Reiz des dünnen Schnurrbarts in seiner experimentellen Natur. Er ist eine Option für alle, die mit Gesichtshaar liebern, aber scheuen, sich auf einen Trend einzulassen, der schnell wieder verschwinden könnte. Der Stil lehnt Perfektion ab und setzt stattdessen auf eine entspannte, gelebte Ästhetik.

Chalamets Schnurrbart in Marty Supreme hat das Interesse an einem Look neu entfacht, der zugleich vertraut und frisch wirkt. Sein Aufstieg spiegelt einen Wandel hin zu müheloser Pflege wider, bei dem Unvollkommenheiten Charakter verleihen, statt den Stil zu schmälern. Ob er sich als dauerhaftes Statement durchsetzt oder nur eine vorübergehende Phase bleibt – seine aktuelle Anziehungskraft liegt in seiner unprätentiösen, anpassungsfähigen Art.

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