Verkehrsminister Schnieder bricht bei Kabinettssitzung zusammen und wird ins Krankenhaus gebracht
Oswin MosemannVerkehrsminister sollte jetzt ruhen - Verkehrsminister Schnieder bricht bei Kabinettssitzung zusammen und wird ins Krankenhaus gebracht
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erlitt am Dienstag während einer Kabinettssitzung einen plötzlichen gesundheitlichen Zwischenfall. Der CDU-Politiker brach während des ersten Regierungsretreats in der Villa Borsig am Verhandlungstisch zusammen und wurde umgehend in ein nahegelegenes Bundeswehrkrankenhaus gebracht.
Der Vorfall ereignete sich während der Beratungen des zweitägigen Kabinettsklausur in Brandenburg. Schnieder, der das Amt des Verkehrsministers seit Mai innehat, erlitt einen Kreislaufkollaps. Medizinisches Personal brachte ihn sofort zur Behandlung ins Krankenhaus.
Bis Mittwoch bestätigte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass der Minister bereits entlassen worden sei und sich zu Hause erhole. Ein Ministeriumssprecher erklärte später, Schnieder gehe es besser, er benötige jedoch mehrere Tage Ruhe. Infolgedessen sagte er alle anstehenden Termine ab, darunter einen geplanten Besuch der Rahmede-Autobahnbrücke in Lüdenscheid, Nordrhein-Westfalen.
Die gesundheitliche Beeinträchtigung bedeutet auch, dass Schnieder an den offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober nicht teilnehmen wird. Sein Team hat noch keine Angaben gemacht, wann er seine Amtsgeschäfte wieder vollumfänglich aufnehmen wird.
Schnieders Genesung verläuft positiv, doch Ärzte haben ihm weiterhin Ruhe verordnet. Seine Abwesenheit wirkt sich auf geplante Termine aus, darunter Infrastrukturbesichtigungen und staatliche Zeremonien. Das Verkehrsministerium hat bisher keine vertretungsweise Lösung für seine Aufgaben bekannt gegeben.






