Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt 2025: Mehr Tote trotz weniger Unfälle
Anto SchülerVerkehrssicherheit im Kreis Steinfurt 2025: Mehr Tote trotz weniger Unfälle
Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt zeigt 2025 gemischtes Bild
Im Jahr 2025 präsentierte sich die Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt mit unterschiedlichen Entwicklungen: Zwar ging die Gesamtzahl der Unfälle leicht zurück, doch stiegen schwere Verletzungen und Todesfälle unter besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern an. Die Polizei verzeichnete 12.360 Vorfälle – ein Rückgang um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt kamen 2025 elf Menschen bei Verkehrsunfällen im Kreis ums Leben. Fünf der Todesopfer waren Fahrer von Elektro-Fahrrädern mit Tretunterstützung, sogenannten Pedelecs. Vier der getöteten Pedelec-Fahrer waren über 64 Jahre alt, was die besonderen Risiken für ältere Radfahrer unterstreicht.
Raserei blieb ein zentrales Problem und zählte weiterhin zu den drei häufigsten Ursachen für schwere Unfälle. Gleichzeitig stiegen leichte Verletzungen seit 2019 um 16 Prozent, während schwere Verletzungen im Vergleich zu 2024 um etwa 5 Prozent zunahmen. Auch Unfälle mit E-Scootern häuften sich – hier stieg die Zahl der Verletzten um rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zudem nahmen die Gefahren für Motorradfahrer zu: 2025 verunglückten 100 Biker im Kreis Steinfurt, nach 85 im Jahr 2024. Wildunfälle spielten weiterhin eine erhebliche Rolle und machten etwa ein Viertel aller Vorfälle aus.
Die Bemühungen zur Reduzierung von Wildunfällen zeigten jedoch erste Erfolge. Seit 2017 hat die Arbeitsgruppe "Wildunfallprävention" des Kreises 45 Reflektoren installiert, 8 Zäune mit einer Gesamtlänge von 5,2 Kilometern errichtet und drei Wildquerungshilfen gebaut. Zudem wurden auf besonders gefährdeten Straßen wie der B481 und der B54 die Geschwindigkeitsbegrenzungen gesenkt. Diese Maßnahmen führten zwischen 2017 und 2023 zu einem Rückgang der Wildunfälle um 28 Prozent.
Die Zahlen für 2025 zeigen, dass trotz des leichten Rückgangs der Gesamtunfälle weiterhin Herausforderungen bestehen. Besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Pedelec-Fahrer, Motorradfahrer und E-Scooter-Nutzer waren einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Die Behörden beobachten die Entwicklungen weiterhin genau und passen die Sicherheitsmaßnahmen entsprechend an.