06 February 2026, 18:23

Vom brutalen Foul zur Freundschaft: Jones und Großkreutz nach dem legendären Ruhrderby

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Gruppe von Männern, die auf einem Feld Fußball spielen, mit Zuschauern im Hintergrund und einem Banner mit der Aufschrift "Bundesliga 1978-79 Ajax 1-1 Hannover 96."

Vom brutalen Foul zur Freundschaft: Jones und Großkreutz nach dem legendären Ruhrderby

Vor einem Jahrzehnt setzte Jermaine Jones einen der berüchtigtsten Zweikämpfe in der Geschichte des Ruhrderbys – ein brutales Grätschen gegen Kevin Großkreutz während eines hitzigen Duells 2012, das den Borussia Dortmund-Spieler durch die Luft wirbelte. Jahre später pflegen die beiden einstigen Rivalen trotz ihrer feurigen Vergangenheit ein freundschaftliches Verhältnis.

Das Foul ging viral und wurde Millionenfach in den sozialen Medien aufgerufen. Doch jenseits dieser Szene blieb Jones dem Fußball eng verbunden – als Schalke-Fan und als Trainer in den USA.

Jones und Großkreutz waren zentrale Figuren in der erbitterten Rivalität zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. Ihre Duelle auf dem Platz spiegelten oft die Leidenschaft des Ruhrderbys wider, bei dem jeder Vergleich von gnadenlosem Wettbewerb geprägt war.

2012 machte Jones keinen Hehl aus seinen Absichten: Später gab er zu, Großkreutz mit dem Foul "ausschalten" zu wollen – und die unvermeidliche Gelbe Karte in Kauf zu nehmen. Eine Aktion, von der er überzeugt war, dass sie die Schalke-Anhänger zufriedenstellen würde. Der Zweikampf wurde legendär und schrieb sich in die Fußballgeschichte ein.

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Nach seiner Zeit bei Schalke übernahm Jones Trainertätigkeiten in der USL-Liga, wo er sowohl eine Profimannschaft als auch Nachwuchsakademien betreute. Er arbeitete als Spieler-Trainer in der U17 und als Co-Trainer der U19, kombinierte dabei seine Erfahrung mit der Förderung junger Talente. Vor Schalke hatte er ein kurzes Gastspiel bei Bayer Leverkusen, kam sogar in der Champions League zum Einsatz. Doch sein Herz schlug stets für Schalke, wo er dem Verein bis heute treu folgt.

Kürzlich äußerte sich Jones kritisch zu Schalkes Schwächephase in der 2. Bundesliga. Er betont, die aktuelle Formkrise sei nur ein vorübergehender Rückschlag, und sagt den Aufstieg bis Saisonende voraus. Ein Schlüsselspieler in diesem Vorhaben sei für ihn Mittelfeldspieler Miron Muslić, dem er eine entscheidende Rolle in der Aufstiegsmission zutraut.

Das berüchtigte Foul mag Jones' Rivalität mit Großkreutz geprägt haben, doch mit der Zeit ist die Feindseligkeit einer gegenseitigen Wertschätzung gewichen. Beide blicken heute mit Respekt auf ihre Karrieren zurück. Jones hingegen bleibt ein leidenschaftlicher Schalke-Anhänger – überzeugt, dass der Verein bald in die erste Liga zurückkehrt. Sein Glaube an den Aufstiegskampf und an Muslićs Einfluss fügt seinem langjährigen Band zum Klub ein weiteres Kapitel hinzu.