Vonovia will neue Bundeswehr-Unterkünfte bauen – doch die Kosten bremsen aus
Klothilde BergerVonovia will neue Bundeswehr-Unterkünfte bauen – doch die Kosten bremsen aus
Deutschlands größter Vermieter Vonovia bietet Bau und Verwaltung neuer Bundeswehr-Unterkünfte an
Der Konzernchefs Rolf Buch sieht darin einen entscheidenden Schritt, um die Rekrutierungs- und Bindungsziele der Streitkräfte zu unterstützen. Angesichts steigender Baukosten und eines wachsenden Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum kommt der Vorschlag zu einem kritischen Zeitpunkt.
Vonovia verfügt über Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Bundesregierung bei Wohnprojekten. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen bestehende Bundeswehr-Liegenschaften übernommen und zu geeigneten Unterkünften ausgebaut. Zudem räumte es dem Militär Nutzungsrechte ein, um Soldaten stabilen Wohnraum zu garantieren.
In diesem Jahr plant Vonovia den Bau von 3.000 neuen Wohnungen. Das Unternehmen besitzt ausreichend Grundstücke, um bis zu 70.000 weitere zu errichten – benötigt dafür jedoch zusätzliche Finanzmittel. Aktuell liegen die Baukosten bei über 5.000 Euro pro Quadratmeter, was Mieten unerschwinglich macht, sofern die Kosten nicht auf unter 3.500 Euro sinken.
Die Bundeswehr strebt an, ihre aktiven Kräfte in den kommenden Jahren auf mindestens 260.000 Soldatinnen und Soldaten zu erhöhen. Buch betont, dass hochwertiger Wohnraum entscheidend ist, um neue Rekruten zu gewinnen und bestehende Kräfte zu halten. Er wirbt für eine engere Zusammenarbeit zwischen Vonovia und der Bundeswehr, um diese Herausforderung zu meistern.
Aktuelle politische Maßnahmen wie die „Wohnungsbau-Turbo“-Initiative der Bundesregierung und günstigere Kredite der KfW sollen den Wohnungsbau beschleunigen. Diese Schritte fallen in eine Phase der Erholung im Immobiliensektor, in der sich die Rahmenbedingungen für Projektentwickler verbessern.
Vonovias Angebot könnte dazu beitragen, die Wohnungsnot der Bundeswehr zu lindern und ihre langfristigen Personalpläne zu stützen. Sollten die Baukosten sinken und Finanzierungen verfügbar werden, könnten die Grundstücksreserven des Unternehmens eine zentrale Rolle beim Ausbau militärischer Unterkünfte spielen. Der Erfolg hängt jedoch von der weiteren Zusammenarbeit zwischen Regierung, Bauwirtschaft und Streitkräften ab.






