11 February 2026, 06:15

Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen in Duisburg: Ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte

Ein Buchumschlag mit Adolf Hitler umgeben von Leuten mit Mützen, betitelt "Deutsches Kolonial-Feitung" und datiert 11/1940.

Vortrag zu NS-Zwangssterilisationen in Duisburg: Ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte

Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen in Duisburg während der NS-Zeit am Donnerstag, 19. Februar 2026

Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über Zwangssterilisationen in der NS-Zeit statt. Der Historiker Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen wird die Veranstaltung in der DenkStätte, der Gedenkstätte im Gebäude des Stadtarchivs, leiten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Vortrag beginnt um 18:15 Uhr im Stadtarchiv am Karmelplatz 5 im Duisburger Innenhafen. Im Mittelpunkt steht das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", das am 14. Juli 1933 in Kraft trat und bis 1949 angewendet wurde. Kern wird die politischen Entscheidungen, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und rechtlichen Grundlagen analysieren, die diese Praxis in Duisburg ermöglichten.

Anhand von Fallbeispielen gibt der Vortrag einen statistischen Überblick und eine kritische Auseinandersetzung mit den Zwangssterilisationen. Die genaue Zahl der Opfer und die beteiligten Einrichtungen lassen sich jedoch aus den vorhandenen Unterlagen nicht eindeutig rekonstruieren. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt.

Ziel der Veranstaltung ist es, ein dunkles Kapitel der Duisburger Geschichte während der NS-Diktatur aufzuarbeiten. Die Organisatoren laden alle Interessierten ein, die sich für lokale Geschichte und die Folgen der Zwangssterilisationspolitik interessieren. Weitere Informationen sind beim Historischen Zentrum Duisburg erhältlich.

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