Wie Buchhändler und Verlage im Netz neue Leser begeistern
Buchliebhaber finden im digitalen Zeitalter neue Wege, um sich zu vernetzen. Lokale Buchhändler und Verlage entdecken Online-Plattformen für sich, um ihre Leidenschaft zu teilen – und erreichen damit auch ein Publikum, das lieber zu Hause bleibt.
Nicolas Greno von der Buchhandlung Greno veröffentlicht jeden Samstagmorgen wöchentliche Videos. In seinen Clips steht die Reichsstraße in Donauwörth mit ihrem literarischen Flair im Mittelpunkt.
Maria Christina Piwowarski, einst bei der Buchhandlung Ozelot tätig, bietet mittlerweile literarische „Sprechstunden“ im Netz an. Mona Lang, Programmleiterin bei Kiepenheuer & Witsch, leitet einen beliebten Buchclub mit fast 25.000 Followern.
Die Sprecherin blickt auf vergangene Debatten in der Verlagswelt zurück. Sie vermisst die lebhaften Diskussionen über Ideen, die Streitgespräche über Taschenbücher oder farbige Bildbeilagen. Gleichzeitig freut sie sich darauf, zu erfahren, welche Bücher die Kunden freitags in der Markus-Buchhandlung in Gütersloh auswählen.
Der Wechsel in digitale Räume ermöglicht es Buchhändlern, die „Generation Daheimbleiber“ auf Augenhöhe anzusprechen. Trotz aller Herausforderungen entstehen weiterhin neue Projekte – und die Sprecherin bewundert den Ehrgeiz, der hinter diesen Initiativen steckt.
