Wie Städte ihre Innenstädte mit mutigen Konzepten neu erfinden wollen
Hellmuth OrtmannWie Städte ihre Innenstädte mit mutigen Konzepten neu erfinden wollen
Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus fast 20 Städten trafen sich kürzlich in Solingen, um über die Zukunft innerstädtischer Zentren zu diskutieren. Die im Gläsernen Werkstatt ausgerichtete Veranstaltung konzentrierte sich auf die Belebung von Fußgängerzonen und deren Anpassung an moderne Anforderungen. Die Teilnehmenden betonten, wie wichtig mutige Strategien und eine enge Zusammenarbeit sind, um die Innenstädte lebendig zu halten.
Organisiert wurde das Treffen von der Arbeitsgruppe Innenstadt im Rahmen des Netzwerks Stadtentwicklung Nordrhein-Westfalen (NWSE). Solingens stellvertretender Bürgermeister, Andreas Budde, unterstrich die Bedeutung des Erfahrungsaustauschs zwischen den Kommunen. Die eigene Stadtstrategie "Solingen 2030" diente dabei als zentraler Diskussionspunkt.
Fachleute waren sich einig, dass veraltete Fußgängerzonen-Konzepte, die vor allem auf den Einzelhandel ausgerichtet sind, den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden. Stattdessen forderten sie eine vielfältigere Nutzung – etwa durch Wohnraum, Grünflächen oder kulturelle Einrichtungen. Auch neue Mobilitätsideen, wie die Öffnung von Fußgängerbereichen für Radfahrerinnen und Radfahrer, wurden als entscheidend für eine moderne Stadtplanung angesehen.
Als positives Beispiel galt Emsdetten, das zeigt, wie innovative Ansätze urbanen Räumen neuen Schwung verleihen können. Die Anwesenden betonten, dass eine erfolgreiche Aufwertung langfristiges Engagement und eine klare gemeinsame Vision erfordert.
Die Veranstaltung stärkte die Rolle des NWSE-Netzwerks als Plattform, auf der Städte gemeinsame Lösungen für städtische Herausforderungen entwickeln. Künftige Treffen werden sich weiter mit zentralen Themen befassen – von Mobilität bis zur Gestaltung öffentlicher Räume. Die Städte verließen das Treffen mit dem klaren Ziel, ihre Zentren durch Vielfalt und Zusammenarbeit zukunftsfähig zu gestalten.






