Willich soll kinderfreundlicher werden – Eltern fordern schnelle Veränderungen
Hellmuth OrtmannWillich soll kinderfreundlicher werden – Eltern fordern schnelle Veränderungen
Kinderschutzbund in Willich fordert dringend mehr Kinder- und Jugendfreundlichkeit
Der Deutsche Kinderschutzbund in Willich hat dringende Verbesserungen gefordert, um die Stadt kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Eine aktuelle Umfrage deckte zentrale Anliegen von Familien auf, darunter sicherere Verkehrswege, bessere Spielplätze und ein größeres Angebot an kulturellen Aktivitäten für ältere Kinder.
Bürgermeister Christian Pakusch erhielt die ersten Ergebnisse während des Willicher Kinderfests, wo Anwohnerinnen und Anwohner vor dem Start des Programms 2026 Veränderungen einforderten.
In der Befragung benannten Familien in Willich mehrere drängende Probleme. Viele wünschen sich größere, sauberere Spielplätze mit modernerer Ausstattung. Eltern kritisierten zudem das Fehlen kindergerechter Räume in Restaurants und Geschäften, was Ausflüge mit kleinen Kindern erschwere.
Ein weiteres großes Thema ist die Verkehrssicherheit. Die Bürgerinnen und Bürger fordern optimierte Verkehrsführungen, sichere Fahrradwege und zuverlässigere Schulbusse. Besonders wichtig ist ihnen die sichere Gestaltung der Schulwege – sowohl für Eltern als auch für Kinder.
Für ältere Kinder offenbart die Umfrage eine Lücke im Freizeitangebot. Zwar gibt es in Willich drei Jugendzentren – das Jugendcafé Juca, die Einrichtung in Hülse und das KaRo 11 – doch Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren wünschen sich gezieltere Aktivitäten. Städte wie Düsseldorf, Krefeld oder Köln bieten spezielle Räume wie Musikproberäume, Graffiti-Wände oder Bastelwerkstätten an, die in Willich bisher fehlen.
Dringend nachgefragt wurden auch bezahlbare oder kostenlose Schwimmkurse für Vorschul- und Schulkinder. Zwar haben sich Kitas und Schulen verbessert, doch die Qualität des Essens in diesen Einrichtungen bedarf noch der Aufmerksamkeit.
Der Kinderschutzbund betonte, wie wichtig es ist, die Stimmen der Kinder zu hören und ihre Rechte zu stärken. Ziel sei eine Stadt, in der sich junge Menschen wertgeschätzt fühlen und langfristig bleiben möchten. Weitere Gespräche mit Bürgermeister Pakusch sind geplant, um die Anliegen im Rahmen des 2026er-Programms anzugehen.
Die Umfrageergebnisse sollen die künftige Politik in Willich prägen, um Familien und junge Einwohner besser zu unterstützen. Verein und Kommunalverwaltung wollen Maßnahmen umsetzen, die Sicherheit, Freizeitmöglichkeiten und kindergerechte Infrastruktur verbessern.
Die Gespräche mit dem Bürgermeister werden fortgesetzt, mit Fokus auf praktische Lösungen für Spielplätze, Verkehr und kulturelle Angebote bis 2026.






