25 December 2025, 00:30

Willich steht vor einem Rekorddefizit von 29,53 Millionen Euro bis 2026

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Brücken, Wasser und verschiedenen Verkehrsmitteln unter einem bewölkten Himmel.

Willich steht vor einem Rekorddefizit von 29,53 Millionen Euro bis 2026

Willichs Finanzlage hat sich dramatisch verschlechtert – für 2026 droht ein Haushaltsdefizit von 29,53 Millionen Euro. Finanzdezernent Dr. Raimund Berg stellte am Mittwochabend den Haushaltsentwurf dem Stadtrat vor und wies auf deutliche Einnahmerückgänge sowie steigende Kosten in zentralen Bereichen hin.

Demnach belaufen sich die geplanten Einnahmen für 2026 auf 191,42 Millionen Euro, während die Ausgaben bei 230,65 Millionen Euro liegen. Die Lücke fällt damit deutlich größer aus als in früheren Prognosen; die Pro-Kopf-Finanzierung sinkt auf 596 Euro – und liegt somit unter dem Landesdurchschnitt von 666 Euro. Auch das Defizit für 2025 hat sich verschärft: Statt der geplanten 12,3 Millionen Euro wird nun mit einem Fehlbetrag von 18,3 Millionen Euro gerechnet. Als Gründe nannte Dr. Berg rückläufige Gewerbesteuereinnahmen und gestiegene Transferzahlungen.

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Zu den Investitionsschwerpunkten 2026 zählen 11,9 Millionen Euro für Schulen und Sporteinrichtungen, 5,5 Millionen Euro für den Straßenbau sowie jeweils 3 Millionen Euro für Kitas und das Kulturzentrum De Bütt. Die Feuerwehr und der Katastrophenschutz erhalten 2,7 Millionen Euro, für Grundstücksankäufe sind 6,5 Millionen Euro vorgesehen. Dr. Berg betonte, dass nur gesetzlich vorgeschriebene oder wirtschaftlich unverzichtbare Projekte umgesetzt werden. Bei kommunalen Gebäuden sollen die Betriebskosten gekürzt werden. Um die Krise zu bewältigen, wird ein mehrjähriges Konsolidierungsprogramm aufgelegt. Dazu gehören reduzierte Servicestandards, teilweise Kürzungen bei freiwilligen Leistungen sowie die langfristige Effizienzsteigerung bei Pflichtaufgaben. Der Entwurf wird in den kommenden Monaten beraten; die endgültige Abstimmung ist für nächstes Jahr geplant.

Willich steht nun vor einer jahrzehntelangen Herausforderung, die Finanzen auszugleichen. In weiteren Beratungen muss geklärt werden, wie die Stadt ihre Ausgaben anpasst, ohne essenzielle Leistungen zu gefährden. Die nächsten Schritte des Rates werden die finanzielle Stabilität der Kommune in den folgenden Jahren maßgeblich prägen.