Willich will Schülern das Deutschlandticket streichen – und begrenzt ihre Freiheit
Hellmuth OrtmannWillich will Schülern das Deutschlandticket streichen – und begrenzt ihre Freiheit
Schüler in Willich erhalten derzeit das Deutschlandticket für kostenlose Fahrten in ganz Deutschland – doch das könnte bald vorbei sein. Die Stadt erwägt, die Leistung zu streichen, was auf scharfe Kritik der SPD stößt. Die Partei argumentiert, dass dies die Mobilität und Selbstständigkeit junger Menschen einschränken würde.
Aktuell nutzen berechtigte Schüler in Willich das Deutschlandticket, das unbegrenzte Fahrten im gesamten Bundesgebiet ermöglicht. Doch nun gibt es Pläne, es durch das günstigere SchokoTicket zu ersetzen – eine Option, die nur im VRR-Gebiet gilt. Die Umstellung würde die Reisefreiheit der Jugendlichen stark begrenzen und Fahrten außerhalb des lokalen Verkehrsverbunds unmöglich machen.
Die SPD lehnt den Vorschlag entschieden ab. Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, warnte, dass die Streichung des Deutschlandtickets das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch der Stadt nicht schließen werde. Stattdessen treffe die Maßnahme vor allem junge Menschen, die dann seltener Freunde besuchen, Freizeitaktivitäten wahrnehmen oder selbstständig reisen könnten.
Für Familien ohne Auto oder solche, die auf das Fahren verzichten, ist das Deutschlandticket eine wichtige Unterstützung. Das SchokoTicket bietet dagegen deutlich weniger Flexibilität. Maaßen betonte, dass Mobilität nicht nur Schulwege betrifft, sondern auch das soziale Leben und die Chancen junger Willicher prägt.
Falls die Änderung beschlossen wird, verlieren Schüler ab dem nächsten Jahr den Zugang zu bundesweiten Fahrten. Das SchokoTicket bliebe dann als einzige geförderte Option – beschränkt auf das VRR-Gebiet. Die Entscheidung hätte direkte Auswirkungen darauf, wie sich Jugendliche in Willich bewegen, andere treffen und ihre Heimatstadt verlassen können.






